Aachen - 1500 Fans fiebern und feiern im Karree

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1500 Fans fiebern und feiern im Karree

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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Auch wer einen Sitzplatz hat, den hält es nicht immer auf dem Stuhl: Mit Leidenschaft verfolgen die Fans im Kapuziner Karree das letzte Vorrunden-Spiel der Nationalmannschaft. Foto: Ralf Roeger
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Daumen drücken: Auch in der Pontstraße wird gemeinsam geguckt.
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Diese beiden verfolgen das WM-Spiel am Tivoli und haben ihren Spaß.

Aachen. „Super Stimmung und eine tolle Lokalität.“ Mit diesen knappen Worten beschreibt Tobias Gierlichs das Public Viewing im Kapuziner Karree. Rund 1500 Zuschauer hatten sich dort eingefunden, als Deutschland bei der Fußball-WM gegen die Amerikaner spielte.

Wer einen der vielen Sitzplätze ergattern wollte, der musste allerdings mindestens zwei Stunden vor dem Spiel da sein.

„Heute waren wir leider zu spät“, meint Maya Brünings und lässt ihren Blick mit Bedauern über die vielen Tische schweifen. Sie und ihre Freundinnen sind schon zum dritten Mal hier. „Die Stimmung ist gut, es ist gratis und außerdem zentral“, sagen sie. Mayas Tipp fürs Spiel: 2:1.

Als die Nationalhymne gespielt wird, stehen die Zuschauer auf. Dann verfolgen sie konzentriert das Geschehen auf der 17 Quadratmeter großen LED-Leinwand. Der Andrang an der Bierbude ist derweil überschaubar. Viele sitzen ohne Getränk da und schauen einfach nur zu. Deutschland-Trikots und schwarz-rot-goldene Girlanden gibt es in Hülle und Fülle. Die Fans der amerikanischen Elf dagegen fallen kaum auf.

Als Iran, Kolumbien oder Brasilien spielten, da seien jeweils 200 Fans gekommen, berichtet Thorsten Pott vom Besitos, der die Werbegemeinschaft Kapuziner Karree vertritt. Was in diesen Fällen passiert, beschreibt Pott als friedliches Miteinander. Und an solchen Tagen zeige sich, wie international Aachen sei.

22 Sicherheitsleute

Seit 2006 organisiert die Werbegemeinschaft Kapuziner Karree das Public Viewing, und seitdem habe es so gut wie keinen Zwischenfall gegeben. Trotzdem stehen beim Deutschland-Spiel für den Fall der Fälle 22 Sicherheitsleute bereit.

Die Stimmung ist gut, das Wetter ebenfalls, da gibt es eigentlich nichts, was das Fußballglück trüben könnte. Und als Müller in der 55. Minute das erste und einzige Tor schießt, ist der Jubel so groß, dass man ihn noch Straßen weiter hören kann. Ansonsten sind die Fans vergleichsweise still. Sprechgesänge wie auf dem Tivoli gibt es nicht. Dass sie sitzen können, scheinen die meisten tatsächlich zu genießen. Und wer draußen keinen Platz bekommen hat, der kann auch im Besitos sein Glück versuchen. Auch dort gibt es eine Leinwand.

Keine Zwischenfälle

Nach dem Abpfiff feiern die Fans fröhlich, aber gelassen den deutschen Sieg über die USA. „Absolut ruhig“ lautete die erste Bilanz von Feuerwehr und Polizei. Fußballbedingte Einsätze waren nicht zu verzeichnen.

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