150 Gelbbauchunken hüpfen durch den Brander Wald

Von: mxs
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Mit Schleiereule feiert der Nabu auf dem Brander Markt, von links Anne Prolingheuer-Griese, OB Marcel Philipp, Nabu-Chef Claus Mayr und die SPD-Landtagsabgeordnete Daniela Jansen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Der Naturschutzbund Aachen (Nabu) feierte am Wochenende sein 25-jähriges Bestehen. Seit 1988 kümmern sich die Mitglieder des Vereins ehrenamtlich um wertvolle Schutzgebiete im Stadtgebiet. Auch das Naturschutzgebiet Brander Wald wird von der Naturschutzstation des Nabu Aachen betreut, dort befindet sich Aachens einziges Natura-2000-Gebiet.

Natura-2000 ist eine Art Richtlinie, die seit Mindeststandards im Naturschutzbereich festlegt und deren Kriterien in Aachen nur der Brander Wald erfüllt. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Anne Prolingheuer-Griese von der Bezirksvertretung Brand und Oberbürgermeister Marcel Philipp, der zahlreiche Besucher willkommen hieß.

Besonders erfreut zeigte sich Claus Mayr, Vorsitzender des Nabu Aachen, über den Erhalt und den Schutz der Gelbbauchunken, von denen man 150 Exemplare im Brander Wald zählen kann. Diese Tierart sei besonders gefährdet und in Nordrhein-Westfalen vom Aussterben bedroht. „Es geht uns vor allem auch darum, Kindern und auch Erwachsenen Wissen zu vermitteln und ehrenamtliche Helfer zu finden“, erklärt er, „dabei ist es egal, wie man hilft, denn es gibt für jeden eine Möglichkeit, etwas zu tun.“

Erfreulich sei, dass man mit den Aktionen auf großes Interesse bei Jung und Alt stoße und mittlerweile auf stolze 1300 Mitglieder blicken könne. „Sogar die Bundeswehr hilft im ehemaligen Übungsbereich, indem Reifen- oder Panzerspuren als natürlicher Lebensraum für verschiedene Amphibien genutzt werden können.“

Die Funktion von Nabu Aachen sei jedoch auch, sich Gedanken über den Schutz einiger Tierarten vor fremden Artgenossen zu machen. So sei der Edelkrebs, der in deutschen Gewässern lebt durch amerikanische, eingeschleppte Krebse bedroht. Der Nabu Aachen macht sich hierbei Gedanken über Schleusen oder ähnliche Mittel, um den deutschen Krebs zu schützen.

Weitere Aufgaben sind unter anderem auch das Bauen und Anbringen von Brutkästen für Eulen und Fledermäuse, der Erhalt von einer Vielzahl regionaler Obstsorten und viele weitere Aspekte, die Interessierte unter www.nabu-aachen.de nachlesen können.

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