Aachen - 120 Aachener dürfen in den Granusturm

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120 Aachener dürfen in den Granusturm

Von: Georg Dünnwald
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Einen Höhepunkt können 120 Aachener am Sonntag, 5. Juni, erleben. Die Glücklichen dürfen in den Granusturm.

Von 10 bis 17 Uhr werden stündlich Führungen durch dieses Gebäude aus karolingischer Zeit angeboten, das vielleicht das Wohnhaus Kaiser Karls des Großen war.

Und das ist doch was ganz Besonderes! Denn normalerweise gibt es keine Möglichkeit, in den Granusturm zu kommen. Deshalb werden sogenannte Berechtigungskarten ausgegeben. Diese Eintrittskarten zur Teilnahme an einer der Führungen können ab sofort an der Pforte des Rathauses gegen eine Spende von 15 Euro pro Person abgeholt werden. Pro Führung können maximal 15 Personen teilnehmen. Die Uhrzeit kann - im Rahmen der Verfügbarkeit - frei gewählt werden.

Der Endspurt der Städtewette hat begonnen. Oberbürgermeister Marcel Philipp hat längst sein Ziel erreicht, 81.333 Euro zugunsten der Äthiopienhilfe von Karlheinz Böhm einzusammeln - er kann sich also das Printenbacken auf dem Markt unmittelbar nach dem Stichtag ersparen. Das Stadtoberhaupt hat aber versprochen, das öffentliche Printenbacken im Herbst, möglicherweise während des September Specials, nachzuholen. Weil viele Bürger einfach darauf erpicht sind, das junge Stadtoberhaupt mal als Bäckerjunge zu erleben. Philipps Ehrgeiz geht nach dem Erfüllen der Wette weiter. Jetzt sollen 120 000 Euro bis zum Stichtag, Donnerstag, 9. Juni, im Pott klingeln. Dann nämlich kann in dem zentralafrikanischen Land ein Schulgebäude, das nach der Stadt Aachen benannt ist, gebaut werden.

Der OB und die Karlswurst

Um das zu erreichen, lädt der Oberbürgermeister am Sonntag, 5. Juni, alle Öcher Bürger zwischen 10 und 18 Uhr zum Tag der offenen Tür in das Rathaus ein. Der Eintritt ist frei, willkommen ist allerdings eine Spende für die Äthiopienhilfe. Alle Räume des Rathauses können besichtigt werden, auch das Büro des Oberbürgermeisters. Eine besondere Attraktion bietet die Fleischerinnung Aachen-Stadt: Sie verkauft an diesem Tag auf dem Markt die längste Karlswurst der Welt. 30 Meter lang soll sie sein und auf einer langen Tischreihe quer über den Aachener Marktplatz ausgelegt werden. Der Preis für die Karlswurst beträgt 10 Cent pro Zentimeter. Marcel Philipp wird die Wurst um 11 Uhr anschneiden.

Eine Gruppe von Studenten der RWTH Aachen wollen die Organisation „Menschen für Menschen” ebenfalls unterstützen. Auch wenn die Wette des OB mittlerweile gewonnen ist, will der akademische Nachwuchs weiterhin Spenden sammeln, um den Bau von Schulen in Äthiopien zu unterstützen. Am Samstag, 4. Juni, wird es am Elisenbrunnen einen großen Aktionstag zu Gunsten der Städtewette geben. Bei Wettspielen sollen Passanten einen Euro einsetzen und auf verschiedene Art und Weise versuchen, einen Preis zu bekommen. Hierfür hoffen die Studenten auf Sachspenden von Aachener Firmen und Geschäften, beispielsweise Ermäßigungs-Gutscheine für Firmenprodukte.

Kuchenverkaufsaktion

Während die einen noch Aktionen planen oder vor sich haben, sind die anderen mittenmang drin mit ihren Projekten oder haben sich schon eingesetzt. Die Kinder der 2 a und 3 a der Schule Michaelsbergstraße haben durch eine Kuchenverkaufsaktion 383 Euro zugunsten der Städtewette eingenommen. Zusätzlich wird am Montag, 6. Juni, die Klasse 3 b einen Sponsorenlauf für das Projekt ableisten.

Das Montessori-Kinderhaus St. Sebastian Hörn hat einen Spendentag unter dem Motto „Aachen hilft Äthiopien - mein Euro ist dabei!” veranstaltet. Am Ende konnte ein Erlös von 194 Euro für die Städtewette überwiesen werden. Die Kinder der Grundschule am Römerhof sammeln seit dem 23. Mai an ihrer Schule für die Städtewette. Junghans-Wolle und Pro-Idee unterstützen die Stadt Aachen bei der Städtewette mit einer Sonderaktion: Seit dem 27. Mai und noch bis zum 4. Juni spenden beide Aachener Firmen zehn Prozent des Umsatzes ihrer Ladengeschäfte in Aachen. Weiter wird der Pro-Idee Kinderhilfsfonds die Städtewette mit einer Spende unterstützen. Zusätzliche Beträge wollen die Gesellschafter der Firma Pro-Idee für die Spendenaktion bereitstellen. Und auch die Arbeitnehmer werden sich beteiligen.

Das ist selbstverständlich noch längst nicht alles. die Öcher sind ein spendenwilliges Völkchen. Vereine, Einrichtungen, Institutionen legen sich ins Zeug. So die Oecher Penn und der Besitzer des Eiscafés Bubels. Die Stadtgardisten werden gemeinsam mit dem Besitzer des Eiscafés dem Oberbürgermeister am Freitag, 3. Juni, einen Scheck zu Gunsten der Äthiopienhilfe überreichen. Besonderer Anlass für die Schecküberreichung ist das fünfjährige Jubiläum des Eiscafés. Die Stadtwache Oecher Börjerwehr hat ihre Mitglieder per Rundschreiben aufgefordert, ebenfalls ihr Scherflein zur Städtewette beizutragen.

Auch die Kinder und Jugendlichen des Geschwister-Scholl-Gymnasium haben einen ansehnlichen Geldbetrag gesammelt. Sie haben eine schöne „goldene” Kiste gebastelt und wurden zusammen mit Schulleiter Klaus Becker von Oberbürgermeister Marcel Philipp im Weißen Saal des Rathauses empfangen. Für die Kinder war der Besuch ein einmaliges Erlebnis. Sie staunten Bauklötze, als sie im „Wohnzimmer” des Stadthauses standen.

DJ Björn legt bei Karlheinz die Platten auf

Abrocken - Aachen unterstützen und Äthiopien helfen - so lautet das Motto der Party „Karlheinz” am Freitag, 3. Juni in der Diskothek Starfish. Los geht es ab 21 Uhr. Prominenter Gast des Abends ist Bürgermeister Björn Jansen, der als DJ für ausgelassene Partystimmung sorgen wird.

Schließlich fließt ein guter Teil des Eintrittsgeldes direkt in die Äthiopienhilfe von Karlheinz Böhms Stiftung „Menschen für Menschen”.

„Karlheinz ist nicht nur eine Studentenparty”, betont der Rektor der FH Aachen, Prof. Marcus Baumann. „Jeder, der für einen guten Zweck feiern möchte, ist herzlich eingeladen.”

Damit viel Spendengeld für Äthiopien zusammenkommt, lädt die FH Aachen als Partner der Benefizveranstaltung nicht nur Studierende, sondern die gesamte Aachener Partygemeinde ein. Hits aus House, Electro, Dance, Black Music und ganz viel Charts werden geboten. Für Karaoke-Fans und angehende Superstars steht den ganzen Abend über ein „Singstar” zur Verfügung.

Wer Lust hat, dabei zu sein, erhält Karten für fünf Euro (davon zwei Euro für Äthiopien) im Vorverkauf beim AStA und bei fast allen Fachschaften. An der Abendkasse kosten die Karten sechs Euro (davon drei Euro für Äthiopien).
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