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1:13 - „Es hat trotzdem Spaß gemacht”

Von: Robert Baumann
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Die körperliche Unterlegenhei
Die körperliche Unterlegenheit der Alemannia-Frauen macht sich im Spiel gegen die Bunte-Liga-Kicker doch bemerkbar. Doch das Ergebnis beim Fußballkampf der Geschlechter ist ohnehin zweitrangig. Foto: M. Ratajczak

Aachen. An dieser Atmosphäre hätte wohl jeder Fußballfan seine Freude gehabt: Ein Spiel auf gepflegtem Kunstrasenfeld im Schein der Flutlichter. In diesen Genuss kam am Montagabend eine Männer-Auswahl aus zwei Bunte-Liga-Mannschaften bei einem Freundschaftskick gegen das Frauen-Team von Alemannia Aachen.

Dieter Jeandrée und Marc Siebertz aus dem Vorstand der Bunten Liga hatten die Idee zu diesem Kräftemessen der Geschlechter, die im Zuge der Frauen-WM geboren wurde. „Es ist sehr ungewohnt, gegen Frauen anzutreten und man spielt automatisch etwas verhaltener und langt in den Zweikämpfen nicht ganz so hart hin. Es hat eine Menge Spaß gemacht und sie haben sich super geschlagen, auch wenn ich mit einem knapperen Ergebnis gerechnet hätte”, freute sich Siebertz.

13:1 endete die Begegnung auf dem Platz der DJK Haaren an der Neuköllner Straße zugunsten der männlichen Kicker von Knallgas Strikers und den Sterntalern. Bereits zur Halbzeit hatten sich die Bunte-Liga-Spieler einen Sechs-Tore-Vorsprung gegen das Regionalliga-Team heraus geschossen. „Sie waren uns körperlich weit überle-gen. Im Laufduell hatten wir einfach keine Chance. Nach vorne ist uns nicht viel gelungen und wir haben uns zu wenige Tormöglichkeiten herausgespielt”, zog die 17-jährige Mittelfeldakteurin Lisa Stollenwerk ein ernüchterndes Fazit.

Für ihren Trainer Manuel Ortiz war das Ergebnis nur Nebensache. Er steckt mit seinen Spielerinnen derzeit mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison, die am 28. August startet. „Die Mädels hatten noch schwere Beine. Wichtig ist für mich zu sehen, inwieweit die Laufbewegungen und Spielzüge schon funktionieren. Testspiele gegen Männer kommen mir immer entgegen. Dadurch werden Körpereinsatz und Schnelligkeit meiner Spielerinnen geschult”, erklärte Ortiz.

Der Respekt für die Leistung der Frauen war trotz des deutlichen Ergebnisses vorhanden. „Die Frauen waren fantastisch aufgestellt. Sie haben versucht, Pressing zu spielen und uns besonders in der Anfangsviertelstunde das Leben sehr schwer gemacht”, sagte Jeandrée, der mächtig ins Schwitzen kam.

Den von einer Handvoll Fans stark umjubelten Ehrentreffer für die Alemannia erzielte Neuzugang Carolin Hinkel, mit 26 Jahren eine der Ältesten in der jungen Ortiz-Elf. „Ich habe schon oft gegen Männer gespielt, und das Ergebnis ist für mich nicht wirklich überraschend. Sie sind schneller im Umschalten und können das große Feld besser nutzen. Es hat trotzdem Spaß gemacht”, schmunzelte Hinkel über ihren Treffer.

Gespielt wurde ohne Schiedsrichter und Rückpass-Regel, und mit fliegenden Spielerwechseln. So ist es in der Bunten Liga üblich. Zu einem offiziellen Schlusspfiff kam es nicht mehr. Das automatische Erlischen des Flutlichtes beendete die Partie fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit. Ein Rückspiel hat die Bunte-Liga-Truppe den Alemanninen auch schon angeboten. „Wir nehmen die Revanche natürlich gerne an und werden dann fitter sein”, freut sich Alemannia-Trainer Ortiz auf das erneute Kräftemessen der Geschlechter.
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