Aachen - 100.000 Tonnen Boden wurden entsorgt

100.000 Tonnen Boden wurden entsorgt

Von: Peter Langohr
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Das Werk ist so gut wie vollbr
Das Werk ist so gut wie vollbracht: Camp Pirotte ist bereit für eine neue Gewerbeansiedlung. Darüber freuen sich Wilhelm König vom Landesumweltministerium, Bürgermeisterin Hilde Scheidt, Bezirksbürgermeister Herbert Henn und Jochen Rudolph vom Altlastensanierungsverband (v.l.). Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Es gibt sie also doch noch, die guten Nachrichten. Knapp vier Monate vor dem erwarteten Termin stehen jetzt die Sanierungsarbeiten am Gewerbepark Brand, dem ehemaligen Camp Pirotte, vor dem Abschluss.

Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass auch die veranschlagten Kosten deutlich unterschritten werden. Auf dem Gelände des künftigen Gewerbeparks würdigte man in einer kleinen Feierstunde das Erreichen des ersten Etappenziels.

Platz für Gewerbeansiedlung

Für den Altlastensanierungsverband NRW (AAV), der zusammen mit der Stadt Aachen das Abbruch- und Sanierungsprojekt durchführte, begrüßte dessen Geschäftsführer Gerhard Koch die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Für die Stadt Aachen wies Bürgermeisterin Hilde Scheidt darauf hin, wie wichtig das Projekt für die Gewerbeansiedlung in der Stadt sei.

Darüber hinaus sei es ein Projekt, bei dem die Bürgerbeteiligung beispielhaft gelaufen sei, und man werde alles dafür tun, dass dies auch in Zukunft so bleibe. In Vertretung von NRW-Umweltminister Johannes Remmel war Professor Wilhelm König nach Brand gekommen. Er hob hervor, die Sanierung des Gewerbeparks Brand sei ein wichtiger Beitrag für die Brachflächenreaktivierung in NRW und ein modellhaftes Projekt für die Reaktivierung ehemals militärisch genutzter Flächen als Beispiel für Flächenrecycling. Der Verbandsvorsitzende des AAV, Dr. Jochen Rudolph, lobte die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Gutachtern, der Baufirma, der Stadt Aachen und dem AAV und dankte alle Projektbeteiligten für „super Arbeit”.

Den Schlusspunkt setzte Projektleiterin Dr. Christiane Prange vom AAV, die in einer eindrucksvollen Präsentation alle Daten und Fakten zusammenstellte. Durch die Sanierung des 14 Hektar großen Geländes des ehemaligen Camp Pirotte verdoppelt sich die in der Stadt Aachen verfügbare Gewerbefläche. Etwas mehr als zwölf Hektar sollen im Rahmen des Gewerbeparks Brand gewerblich vermarktet werden, 4500 Quadratmeter an der Eckenerstraße sind für eine Mischnutzung aus Wohnen und Gewerbe vorgesehen, und der Rest teilt sich auf in Straßen- und Grünflächen.

50 Gebäude abgerissen

Hauptaufgaben bei der Aufbereitung des Grundstücks waren der geordnete Rückbau von mehr als 50 Gebäuden sowie sonstigen Einrichtungen der Infrastruktur und die Sanierung von so genannten „Hot Spots”, bei denen schwermetallhaltige Schlacken oder Mineralölkohlenwasserstoffe im Boden vorlagen.

Insgesamt waren dazu mehr als 100.000 Tonnen Boden, Schlacken und Bauschutt zu entsorgen bzw. als Recyclingmaterial aufzubereiten. Trotz einiger überraschender Schadstofffunde wie etwa Asbest­anhaftungen unterhalb der Bodenplatten wird es gelingen, das Sanierungs- und Aufbereitungsprojekt drei Monate vor dem geplanten Abschlusstermin fertigzustellen. Der vorkalkulierte Kostenrahmen von fünf Millionen Euro kann, so Christiane Prange, „voraussichtlich deutlich unterschritten werden”.
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