Aachen - 1000 Ausländer werden jedes Jahr in der Städteregion eingebürgert

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1000 Ausländer werden jedes Jahr in der Städteregion eingebürgert

Von: Margot Gasper
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Auch die Städteregion Aachen will ähnlich wie das Land eine Einbürgerungsoffensive starten. Konzepte und Details werden derzeit entwickelt. Foto: Stock/Udo Kröner

Aachen. Rund 1000 Ausländer werden jedes Jahr in der Städteregion Aachen eingebürgert. 1000 Menschen werden jedes Jahr zu Deutschen mit allen Rechten und Pflichten, die dazugehören. „Gar keine schlechte Zahl“, findet Günter Schabram, Dezernent für Soziales und Integration bei der Städteregion. Und sie soll demnächst noch besser werden.

Unter dem Motto „Ja, ich will“ hat die NRW-Landesregierung gerade eine große Einbürgerungsoffensive gestartet. Schabram freut sich über diese Kampagne. „Das kommt uns sehr entgegen“, sagt er. Denn bereits im April hat der Städteregionstag einstimmig eine Einbürgerungskampagne beschlossen. Die Städteregion und alle zehn zugehörigen Kommunen wollen sich aktiv darum bemühen, dass Menschen, die seit vielen Jahren hier leben, Ja sagen zur deutschen Staatsbürgerschaft.

„Wir wollen offensiv für die Einbürgerung werben“, erklärt Schabram. Erst mit einer Einbürgerung sei die rechtliche Integration von Migranten komplett vollzogen. Menschen, die aus dem Ausland zugezogen sind, reden vielleicht anders, schätzen anderes Essen, haben vielleicht eine andere Religion, sagt der Dezernent. „Aber durch die Einbürgerung werden sie gleichberechtigte Bürger.“ 2012 wählten genau 1092 Menschen in der Städteregion diesen Weg.

Die meisten Einbürgerungen, 669, gab es in der Stadt Aachen. 74 Alsdorfer wurden Deutsche, 50 waren es in Baesweiler, 56 in Eschweiler, 60 in Herzogenrath, 91 in Stolberg, 81 in Würselen. Sehr überschaubar sind die Einbürgerungszahlen in den drei Nordeifel-Kommunen: je vier in Monschau und Simmerath, drei in Roetgen.

Wie die Einbürgerungskampag–ne in der Städteregion ablaufen soll, das wird noch konkret mit allen Beteiligten abgesprochen. Was funktionieren kann, hat der Dezernent aber schon erlebt.

Schabram erinnert an eine Veranstaltung Ende 2012 im Super C: Da wurde unter Studierenden, die kurz vor ihrem Abschluss an den Aachener Hochschulen standen, für die „Blaue Karte EU“ geworben, die hoch qualifizierten Fachkräften ein Aufenthaltsrecht in Deutschland und der EU gibt. „Die Botschaft war ganz klar“, sagt Schabram: „Bleibt hier, wir brauchen euch!“ Viele hätten danach tatsächlich den Schritt getan und die „Blaue Karte“ beantragt.

Auch die Einbürgerungskampagne, findet Schabram, muss auf Migranten zugehen. „Wir müssen dahin gehen, wo die Menschen sind. Wir müssen den ersten Schritt tun.“

Wichtig fürs Ankommen der neuen Deutschen, sagt Günter Schabram, sind nicht nur die Einbürgerungsurkunde und der deutsche Pass. Sehr gute Erfahrungen macht die Stadt Aachen seit einigen Jahren mit ihrer zentralen Einbürgerungsfeier. „Dieser Festakt ist ganz wichtig. Dann fühlen sich die neuen Deutschen wirklich aufgenommen“, weiß Schabram. Bei der allerersten Feier in Aachen, erinnert er sich, „haben wir gemeinsam das Deutschlandlied gesungen. Und das war den Leuten sehr wichtig.“ Seitdem gibt’s die Hymne jedes Jahr bei der großen Einbürgerungsfeier.

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