Marsch gegen Gentechnik auf dem Münsterplatz
Von Nina Krüsmann
Die öffentlich angemeldete Kundgebung war jedoch keine «normale» Demonstration. Bei «Genfrei Gehen», dem Marsch gegen Gentechnik spielt auch die Freude am Laufen eine Rolle.
Am frühen Donnerstagmorgen hatte sich Bio-Pionier Josef Wilhelm mit seinen Mitwanderern auf den Weg in die Kaiserstadt gemacht. Zusammen mit seinem fünf Mitstreitern wandert er seit dem 18. Juni von Berlin quer durch die ganze Republik. Nach 780 Kilometern erreichte er am Donnerstag - am 36. Tourtag - Aachen, auch schwere Hagelschauer auf dem Weg durch Brand konnten ihn nicht bremsen. Teil der Inspiration für diese Aktion sei seine Lauffreude. Unter anderem habe er auch schon den Jakobsweg absolviert. «Meine größte Motivation ist aber die tägliche Konfrontation mit der Agro-Gentechnik bei meiner Arbeit als Bauer.» Seit 37 Jahren ist er in der Bio-Landwirtschaft tätig. «Es ist ein gutes Signal, dass heute so viele Aachener gekommen sind, um sie in Ihrem Kampf für eine gentechnikfreie Zone in Aachen und ganz Europa zu unterstützen», freute sich Hilde Scheidt. Zudem dankte die Bürgermeisterin Wilhelm für sein einzigartiges Engagement. Tatsächlich wurden die Gentechnik-Gegner begeistert empfangen. Zwischen Infoständen diverser Bio-Märkte, Luftballons und Probierstationen für Rohkost herrschte Volksfeststimmung.
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