SPD: Ampelmast soll zum Internetzugang werden

20.07.2009, 17:18

Aachen. Geht es nach der SPD-Fraktion im Stadtrat, dann können bald Aachener, Touristen und alle, die mit einem internetfähigen Handy, einem Laptop oder einem sonstigen mobilen Internetempfangsgerät in der Kaiserstadt unterwegs sind, beinahe überall kostenlos ins Internet.


Denn die Sozialdemokraten beantragen im Rat, in Zusammenarbeit mit der RWTH das stadtweite WLAN-Verbundnetz nach dem Konzept des sogenannten «Mobile ACcess» zu realisieren.

Dahinter verbirgt sich ein «offener, entgeltfreier, breitbandiger mobiler Internetzugang», wie es im Antrag der SPD-Fraktion heißt, der es ermöglicht, überall im Stadtgebiet, wo entsprechende WLAN-Zugangspunkte (Access Points) vorhanden sind, auf «innovative Basisdienste für Bildung und Wissenschaft, für den Tourismus und die lokale beziehungsweise regionale Wirtschaft» zuzugreifen.

Dabei soll es zudem möglich sein, «durch eine Kombination von Nutzerlokalisierung und Nutzermobilität neue Freizeit-, Lern- und Arbeitsumgebungen» zu schaffen, wie es derzeit bereits bei der Touristeninformation für die Route Charlemagne oder auch bei der Erfassung und Verbreitung von Verkehrsinformationen für eine intelligente Verkehrslenkung genutzt wird.

Die Stadt habe sich bereits grundsätzlich für die Zusammenarbeit mit der RWTH zur Umsetzung des stadtweiten WLAN-Verbundnetzes entschlossen, heißt es im Antrag der SPD. In sechs «Aufträgen» könne diese Zusammenarbeit ausgeweitet werden.

So sei zum Beispiel zu prüfen, an welchen Standorten Zugangsgeräte angebracht werden könnten, um ein möglichst flächendeckendes WLAN-Angebot aufzubauen. Auf ihre Tauglichkeit zu prüfen sind nach Ansicht der SPD vor allem öffentliche und städtische Gebäude sowie Gebäude städtischer Beteiligungsgesellschaften: alle Schulen, das Rathaus die Verwahltungsbäude, ferner Bahnhöfe, Parkhäuser und Kultureinrichtungen. Auch Ampel- und Laternenmasten kommen für Zugangsgeräte infrage.

Die SPD beantragt ferner zu prüfen, «wie sich die Stadt Aachen selbst oder mit einer oder mehreren Beteiligungsgesellschaften an diesem Projekt beteiligen könnte. Auf jeden Fall müsse gewährleistet sein, dass ein WLAN-Zugang zu «bildungsrelevanten Internetseiten» kostenfrei genutzt werden kann.