Am Freitag auch in Aachen: Laschet gegen Röttgen

Von Alfred Stoffels 06.09.2010, 19:44

Aachen. Wenn die Kandidaten am Freitag um 19 Uhr im Brüssel-Saal des Eurogress ihr nächstes Rendezvous haben, ist ein routinierter Ablauf so gut wie gewährleistet: Zum sechsten Mal innerhalb weniger Tage treffen Armin Laschet und Norbert Röttgen aufeinander, um sich der CDU-Basis als der jeweils bessere Landesvorsitzende zu präsentieren.


Die Regionalkonferenz für den Bezirksverband Aachen mit seinen 15.000 Mitgliedern wird allgemein als Heimspiel für den Stadt-Aachener Parteichef Laschet angesehen, endgültig entschieden wird am 31. Oktober: Dann ist in ganz Nordrhein-Westfalen große Mitgliederbefragung bei den Christdemokraten.

Seit dem 1. September sind der amtierende Bundesumweltminister und der ehemalige Landesintegrationsminister unterwegs, um gute Figur zu machen. Moderiert werden die Regionalkonferenzen von Ex-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, der auch in Aachen die Stabführung hat. Der Ablauf wird der übliche sein: Laschet und Röttgen dürfen eine Viertelstunde lang Reklame für sich machen, dann soll das Publikum Fragen stellen und mitdiskutieren.

Mit dem bisherigen Zulauf sind die Organisatoren von der CDU-Landesgeschäftsstelle sehr zufrieden: In Münster kamen 800 Parteifreunde, in Bad Godesberg um die 1000, in Paderborn auch an die 500 (am Montagabend war Iserlohn dran, am Mittwoch geht es nach Bottrop). In den Brüssel-Saal gehen höchstens 420 Leute rein, allerdings besteht die Möglichkeit, auch das Foyer per Bild und Ton einzubeziehen.

Der Veranstaltung in Aachen wird besonderes Gewicht zugemessen: Laschet wird die örtlichen Sympathisanten mindestens so beeindrucken wollen wie Röttgen dieser Tage seine Anhänger im Heimatbezirk Mittelrhein, und Röttgen wird alles daransetzen, bei diesem Auswärtsspiel nach Kräften zu punkten. Spannend wird es also allemal im Eurogress.

Alle CDU-Mitglieder haben inzwischen eine Einladung für das parteiinterne Kräftemessen erhalten, das am 17. September in Düsseldorf fortgesetzt und am 25. September in Krefeld beendet wird - zumindest was die ritualisierte Form angeht. Ob und wie es dann in freier Wildbahn weitergeht, bleibt abzuwarten: Auch Wahlkämpfe unter Parteifreunden können bisweilen ziemlich heftig ausfallen.