Prominente Aachener unterzeichnen Nürnberger Resolution
Von Martina Stöhr
Aachen. Der Anfang ist gemacht: 30 prominente Aachener haben jetzt während der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Frauenstudium an der RWTH die Nürnberger Resolution unterzeichnet.
Ganz vorne weg Bundestagsabgeordnete Ulla Schmidt und Alt-Oberbürgermeister Jürgen Linden. Die waren beim offiziellen Unterzeichnungsakt zwar nicht anwesend, hatten ihre Unterschrift aber schon im Vorfeld geleistet.
Gleich eine ganze Reihe weitere Aachener folgten im Super-C vor den Augen der Zuschauer ihrem Beispiel, darunter Roswitha Damen, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aachen, Dr. Brigitte Franzen, Direktorin des Ludwig-Forums, Bürgermeisterin Hilde Scheidt, der Rektor der Fachhochschule Markus Baumann, die Unternehmerin Sivia Moss, Superintendent Hans-Dieter Bruckhoff und Christiane Karl, stellvertretende Städteregionsrätin. Sie alle setzen sich neben zahlreichen Vertretern aus Gewerkschaft, Politik und Verwaltung mit der Nürnberger Resolution dafür ein, dass Frauen bis zum Jahr 2013 zu mindestens 40 Prozent in Führungspositionen vertreten sein sollten. Gefordert werden entsprechende Gesetze und ein Umdenken in den Chefetagen der Unternehmen. Organisiert wurde die Initiative der «Erstunterzeichnenden in Aachen» vom Frauennetzwerk, dass eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen hat, um die Nürnberger Resolution bekannt zu machen und Mitstreiter für ihr Anliegen zu finden. Vorausgegangen war dem offiziellen Akt der Unterzeichnung eine Podiumsdiskussion zur Zukunft der Frauen an den Universitäten: «Exzellenz braucht Frauen – die nächsten hundert Jahre.»
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