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Hunderte irische Wanderarbeiter plötzlich auf Annakirmesplatz

Von: Carsten Rose
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Düren Tinker
Irische Wanderarbeiter mit mehr als 100 Wohnwagen haben sich am Mittwoch überraschend auf dem Annakirmesplatz in Düren niedergelassen. Foto: Carsten Rose

Düren. Annakirmes zu Ende, Platz trotzdem voll: Hunderte von irischen Wanderarbeitern mit geschätzt mehr als 100 Wohnmobilen und Wohnwagengespannen haben am Mittwoch überraschend auf dem Rummelplatz Quartier bezogen und die letzten Abbauarbeiten gestört. Die Polizei rückte mit einer Hundertschaft an.

Laut Helmut Göddertz, Pressesprecher der Stadt, waren die ersten Autos – viele davon PS-starke Geländewagen – und Wohnmobile gegen 13.30 Uhr eingetroffen. Mit Hilfe eines Großaufgebotes von Polizei und Ordnungsamt wurden sie schließlich des Platzes verwiesen.

Vor Ort begründete Göddertz den Polizei-Einsatz mit den Behinderungen beim Kirmesabbau und dem Verhalten der überraschenden Gäste vor kurzem am Rhein: „Wir wissen, dass die Gruppe bereits in Düsseldorf von einem Platz entfernt wurde und in Kevelaer für massive Probleme gesorgt hat.“

Bis nach 18 Uhr war die Räumaktion weitgehend glatt und problemlos über die Bühne gegangen. Die Polizei leitete die Kolonne über die Eisenbahnstraße zur Autobahn 4 in Richtung Köln. Einziges Problem: An Knotenpunkten und Ampeln sorgte die Blechkarawane teilweise für stockenden Verkehr. Die Iren fuhren weiter in Richtung Hürth.

Hochzeiten in Kevelaer

Wie die Rheinische Post berichtete, hatten sich die Wanderarbeiter am Montagabend auf den Rheinwiesen in Düsseldorf niedergelassen. Am Dienstag hatten sie dort eine Frist der Stadt zunächst verstreichen lassen, bis 14 Uhr das Gelände zu räumen. Eine Hundertschaft der Polizei rückte an, woraufhin sich die Wanderarbeiter selbständig gegen 16 Uhr auf den Weg Richtung Autobahn machten. Ziel: der Dürener Annakirmesplatz.

Zuvor hatten sie schon ihr Lager in Kevelaer und in Neuss aufgeschlagen. Regelmäßig im August tauchen große Gruppen von irischen Wanderarbeitern in der Region auf, Kevelaer gilt ihnen als Wallfahrtsort: Mehrere Paare wollten dort heiraten. Laut RP-Bericht wollen die Iren am 15. August zu Mariä Himmelfahrt wieder dorthin kommen.

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