Eine kleine Runde an der Geul bei Epen wandern

Letzte Aktualisierung:
6350057.jpg
Furt an der Geul: für Mensch und Tier gleichermaßen interessant.
6350048.jpg
Am Wegesrand: Die Mühle in Epen kann an regelmäßig besichtigt werden. Foto: Petra Vanderheiden Berndt

Aachen. Diese kleine Wanderung bei Epen ist nur knapp sechs Kilometer lang. Sie eignet sich gut für einen Familienausflug. Es gibt einige schöne Cafés entlang der Strecke - und es geht über Wiesen mit ihren für die Gegend typischen Drehkreuzen.

Ein Vorschlag zur Anfahrt

Vom Stadtzentrum in Aachen fahren Sie über die Vaalser Straße Richtung niederländische Grenze. Wir bleiben auf der (N 278) und biegen am zweiten Kreisverkehr links ab. Es geht aufwärts. Etwa 600 Meter hinter der Freizeitanlage Landal Hoog Vaals biegen Sie rechts ab. Unten im Tal liegt links das Kasteel Vaalsbroek. Sie folgen der Straße, die sich in Serpentinen den Berg hoch windet, vorbei an dem Ausflugslokal „Lodge 7“. Jetzt noch etwa drei Kilometer durch dichten Wald und Sie erreichen eine Y-Kreuzung mit „Insel“.

Hier befindet sich der Parkplatz Vijlenerbosch-Zeven Wegen. Wir folgen der Straße, die sich in Serpentinen nach links abwärts windet. Wir passieren nach einigen Kilometern das Ausflugslokal „Buitenlust” und folgen der Straße noch ein paar hundert Meter weiter bis zum Campingplatz „Rozenhof”. Gegenüber befindet sich ein Parkplatz, wo wir unseren Wagen kostenlos abstellen können (GPS Daten: N50 46.200 E5 55.720)

Sie verlassen den Parkplatz und wenden sich nach links. Die Straße führt, begleitet von herrlichen Fernsichten über die Niederlande, den Berg hinab.

Die Aussicht entschädigt für die Tatsache, dass die Straße asphaltiert und am Wochenende stark befahren ist. Es sind auch nur 200 Meter. Wo die Straße eine Rechtsbiegung macht (vor der Mauer), gehen Sie nach links und laufen einige wenige Meter parallel zur Straße, bis LINKS ein Drehkreuz Einlass in eine Wiese erlaubt.

Sie laufen an der Weißdornhecke entlang auf die Ecke in der Hecke zu und passieren ein zweites Drehkreuz, welches knapp 100 Meter weiter liegt. Dieses ist recht eng. Erschwerend hinzu kommen die Dornen. Aufgepasst auf Kleidung und Rucksack!

Blaue Markierung

Der schmale Weg führt über ein Bächlein und nach 170 Meter zu einem weiteren Drehkreuz, das Sie auf einen stark ausgewaschenen Hohlweg bringt. Rechts von dem Drehkreuz können Sie auf einem windschiefen Schild Informationen zum schottischen Hochlandrind lesen, das im Geultal angesiedelt ist. Aufgrund ihres dichten Fells bleiben die Tiere im Sommer wie im Winter draußen. Der blau markierte Hohlweg führt Sie abwärts zu einer Wiese im Geultal. Diese Stelle ist das ganze Jahr über sehr matschig, bei nasser Witterung gibt es hier kaum Möglichkeiten, sauberen Fußes weiter zu kommen. Wer also entsprechende Schuhe trägt ist klar im Vorteil. Ein Drehkreuz und einige Schilder finden Sie eingangs der Wiese.

Vor uns sehen wir eine Metallbrücke. Die beachten Sie aber nicht weiter. Wir halten uns links und folgen dem Flusslauf stromaufwärts auf dem ausgetretenen aber deutlich erkennbaren Wiesen (Trampel)-Pfad.

Kurzweilig

Der äußerst kurzweilige Weg bringt uns nach einem Drehkreuz, zwei Bächlein – die wir mit Anlauf überspringen müssen – und einem weiteren Drehkreuz zum Steinbruch Heimansgroeve. Das Gestein, welches hier an die Oberfläche kommt, ist aus dem Carbon und dementsprechend 300 Millionen Jahre alt.

Der Steinbruch ist schon lange nicht mehr in Betrieb, heute befindet sich hier eine seismologische Station. Wir lassen die Grube links liegen. Der herrlich ruhige Wiesenweg ist eine Wohltat für die Seele. Nach etwa 400 Metern führt uns ein Drehkreuz aus dem Geultal heraus. Links über uns liegt der beschauliche Hof „Hoeve Birven”.

Gummistiefel

Nach 250 Metern treffen wir auf eine Holzbrücke. Eine Bank lädt zum Pausieren ein und wir können die Seele baumeln lassen. Sollte es noch warm genug sein, können Kinder hier barfuß ins seichte Wasser einer Furt oder halt in Gummistiefeln...

Nach einer Pause überqueren wir die Geul über die Brücke und laufen an deren Ende rechts durch das blau markierte Drehkreuz am Fluss entlang. Schon nach 75 Metern gewährt uns ein Drehkreuz Zugang zu einer großen Wiese, die wir stromabwärts an der mäandrierenden Geul vorbei durchwandern.

Über den Bach

Unter einer Linde wartet bereits das nächste Drehkreuz auf uns. Wir springen über einen kleinen Bach, der hier bescheiden die Geul speist und sehen in einiger Entfernung unter einer großen Eiche zwei weitere Drehkreuze.

Unser Wanderweg führt uns durch das rechte Drehkreuz in Richtung „Zinkviooltje”. Bitte auf dem Weg bleiben!

Der Fluss hat sich inzwischen etwas von uns distanziert und mäandert rechts von uns, unter den Weiden, gemütlich weiter. Den Campingplatz „Zinkviooltje” sehen wir links von uns liegen und wandern unverdrossen darauf zu. An einem Hühnergehege vorbei erreichen wir den Plaatweg.

„Terras Tergracht” mit Blick auf den Fluss lädt hier zu einer Pause ein. Wir folgen nun dem asphaltierten Plaatweg vorbei an dem schmalen, von zwei Drehkreuzen gesicherten Zugang ins Geultal und dem großen roten Hof (Hoeve Vernelsberg), welcher sich in Privatbesitz befindet und gelangen nach einigen hundert Metern an eine Abzweigung mit einem Hinweis in Richtung der Wassermühle Volmolen, dem wir folgen.

Wo Mühlen sind, da ist auch Wasser. Klar! Wenn es nicht gerade Windmühlen sind. Wie zu erwarten führt uns der gepflasterte Weg entlang der Geul zu einer wunderschönen Wassermühle. Sie hat ihren Ursprung im 18. Jh. und diente im Laufe der Jahre unterschiedlichen Zwecken: Erst wurde sie für die Tuchindustrie eingesetzt. Später dann für eine Spinnerei und heute wird in ihr wieder Korn gemahlen. Allerdings nur zur Futterherstellung. Im Laufe der Zeit wurde sie mehrfach Opfer eines Brandes, so dass nicht alle Teile ursprünglich sind.

Der Name leitet sich von „vollen” (walken) ab. Wir haben es mit einer ursprünglichen Tuchwalkmühle zu tun. Dazu brauchte man Urin. Die Mühle wurde daher auch als „Stinkmolen“ bezeichnet und sie liegt nicht von ungefähr entfernt vom Ort. Das große Mühlrad ist ununterbrochen in Bewegung. Es liefert Strom, der ins holländische Energienetz eingespeist wird.

Zweimal im Monat ist die Mühle samstags für die Öffentlichkeit geöffnet. Dann wird das Korn gemahlen und auf der ersten Etage kann man allerlei Wissenswertes rund um die Mühle erfahren. Wenn Sie die Wanderung mit einer Besichtigung kombinieren möchten, können Sie die Öffnungszeiten und Veranstaltungen auf der Internetseite http://www.natuurmonumenten.nl/de-volmolen-bij-epen erfragen.

„De Smidse“

Wir durchqueren links den gepflasterten Innenhof (einige Kunststudenten haben übrigens das Glück, hier zu wohnen) und stoßen in der hinteren rechten Ecke auf einen schmalen Durchgang, der uns über eine Brücke in eine weitere Wiese führt.

Wir wenden uns nach rechts, überqueren die kleine Holzbrücke mit Drehkreuz und laufen auf das blaue Gebäude mit den roten Fensterläden zu („De Smidse“). „De Smidse” ist fast ganzjährig geöffnet.

Wir lassen das Lokal rechts liegen und folgen dem Molenweg leicht bergan. An dem Wegkreuz nach 150 Metern halten wir uns rechts und nach weiteren 150 Metern (gegenüber Haus Nr. 2) ermöglicht uns rechts ein Drehkreuz den Zugang zu einer Wiese. 50 Meter weiter finden wir ein weiteres Drehkreuz, das uns auf einen schmalen Weg und schließlich auf die Hauptstraße zwischen Vaals und Epen, dem Terpoorterweg, bringt.

Bei gutem Wetter können wir die Freilufteisdiele „Wingberger-hoeve”  nicht übersehen. Wenn Sie auf der Steinbrücke stehen und nach rechts schauen, sehen Sie ein weiteres, sehr gemütliches Lokal: „Wingbergermolen”. Die hölzerne Terrasse befindet sich unmittelbar an der Geul. Bis zu unserem Auto ist es nicht mehr weit. In der hinteren rechten Ecke des großen, mit Schotter belegten Parkplatzes der Eisdiele stoßen wir auf einen schmalen Weg, der an einer Hecke, hinter der ein Sportplatz liegt, vorbeiführt.

Zurück zum „Rozenhof“

Ein Drehkreuz ermöglicht uns noch einmal den Zugang zur Wiese. Hier sollten wir auf die schottischen Hochlandrinder achten. Wir gehen vorsichtig und mit gebührendem Abstand weiter, um die Tiere nicht zu beunruhigen. Unmittelbar nach dem Drehkreuz laufen wir dann links den Wiesenweg hoch. Ein letztes Drehkreuz bringt uns auf den schmalen Weg parallel zur Straße. Spätestens hier sollte uns der Weg bekannt vorkommen und nach 200 Metern entlang der Straße haben wir den Parkplatz gegenüber dem „Rozenhof” erreicht.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert