Ostbelgien - Ein Abenteuer im Warchetal

Ein Abenteuer im Warchetal

Von: Petra Vanderheiden Berndt
Letzte Aktualisierung:
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Von Petra Vanderheiden Berndt Unsere Wanderung heute beginnt an der Burg Reinhardstein in Ostbelgien. Gutes Schuhwerk und Trittsicherheit sind bei dieser Wanderung ein Muss. Es geht über Forstwege, aber zum großen Teil auch über morastige, steinige un

Ostbelgien. Unsere Wanderung heute beginnt an der Burg Reinhardstein in Ostbelgien. Gutes Schuhwerk und Trittsicherheit sind bei dieser Wanderung ein Muss. Es geht über Forstwege, aber zum großen Teil auch über morastige, steinige und mit Baumwurzeln durchzogene schmale Pfade. Diese Wanderung kann übrigens auch unternommen werden, wenn irgendwann wieder die roten Flaggen im Hohen Venn gehisst sind.

Ein schöner Ausblick

Vom Parkplatz an der Burg Reinhardstein aus gehen wir in Richtung der Burg. Der Bach, der uns begleitet, fließt auch durch das Burggelände, stürzt sich neben der Burg 60 Meter in die Tiefe und formt damit den höchsten Wasserfall Belgiens. Achtung: Etwa 50 Meter vor dem Burgtor biegen wir rechts in einen etwas erhöht verlaufenden Weg in den Wald ein. Schon wenige Meter später eröffnet sich uns ein überwältigender Blick ins Warchetal.

Es geht bergab. Die Abzweigung am tiefsten Punkt, die nach links in den Wald führt, beachten wir nicht, sondern bleiben weiter geradeaus (rot-weiß gekreuzte Balken). Der Waldweg verläuft bergauf-bergab. Am höchsten Punkt kommt von rechts ein Weg hinzu. Hier halten wir uns links – abwärts. Nach wenigen Metern steht rechts eine Bank. Durch den stillen Fichtenwald laufend, fällt dem aufmerksamen Wanderer nach einiger Zeit der Wildfutterplatz und die Holzhütte ins Auge, die rechts tief im Wald liegen. Der Weg wird bedeutend schmaler. Es folgt eine weitere Hütte zu unserer Linken mit einem kleinen Teich davor.

Aufpassen

Aufgepasst! Hinter dieser Hütte schwenken wir nach links und folgen einem schmalen, von Wurzeln durchzogenen Weg abwärts ins Bayehontal. Dieser Weg bringt uns zum Schluss über ein steiles Stück bis zu einer Brücke. Wer die Wanderung abkürzen möchte, überquert an dieser Stelle den Fluss und wandert nach links flussabwärts bis zum Zusammenfluss von Pouhon und Bayehon (Punkt 1). Man verpasst dann allerdings den großartigen Anblick des Bayehon-Wasserfalls. Die Unermüdlichen wandern also nach rechts, entlang des Bayehon, bachaufwärts. Links von uns verläuft der Fluss, rechts ragen schroffe Felsen empor, mit Gräsern und Moosen bewachsen. Eine Picknickbank rechter Hand bietet eine gute Gelegenheit für Pausen, sind die Bänke in dieser Gegend doch recht rar.

Weiter bachaufwärts laufend erreichen wir die Überreste der Bayehon-Mühle. Wir erreichen einen Verkehrsweg, den wir überqueren. Wir halten uns weiter geradeaus. Mit den Wanderzeichen „blaues und grünes Rechteck“ und „grüne Raute“ geht’s weiter bachaufwärts durch das Tal des Bayehon. Der Fluss liegt anfangs links von uns. Wir folgen dem Waldweg und queren den Bach zweimal. Dann ergießt sich ein namenloses Rinnsal über eine Betonrinne in den Bayehon. Wenig später fließt von rechts der Ghasterbach dem Bayehon zu. Die Brücke rechts über den Ghaster beachten wir nicht. Der Ghaster entstand wie der Bayehon aus dem Schmelzwasser des einzigen Gletschers auf dem hohen Venn. Ein kleiner Bach, der seine Quellen in der Nähe des Naturparkzentrums hat und der in den Bayehon mündet.

Brücke ignorieren

Es geht leicht bergauf. Die Brücke nach links in Richtung Longfaye ignorieren wir. Holzschilder weisen den Weg in Richtung Cascade du Bayehon. An einer Gabelung wenig später halten wir uns links und folgen einem schmalen Schotterweg. Eine vorerst letzte Brücke wird benutzt, und nach einem breiten Holzsteg müssen wir einen sehr steinigen Weg steil bergauf kraxeln.

Trotz des steinigen Weges sollte man sich die Zeit nehmen, dieses naturbelassene Tal zu genießen. Am höchsten Punkt stehen eine Bank und in Ferienzeiten oftmals auch viele Wanderer, denn zu unserer Rechten blicken wir herunter auf einen Wasserfall: Neun Meter stürzt das Wasser hinab.

Weiter geht’s: Am Querweg wenden wir uns mit dem blauen und grünen Rechteck nach rechts und biegen nach 100 Meter, unmittelbar nach einer Schutzhütte, links ab in Richtung Vieux Chêne. Hinter der Hütte klettern wir den Hang empor, rechter Hand können wir immer wieder den Anblick des Bayehons genießen, der sich zwischen den Felsen seinen Weg bahnt. Der von Fichtenwurzeln durchzogene, schmale Pfad bringt uns bis an den Wald. Nun wandern wir geschützt unter Bäumen.

Auf dem Holzsteg

Eine etwas längere Holzstegpassage hilft, trockenen Fußes über morastige Stellen hinwegzukommen. Unvermittelt stehen wir an einem Querweg mit Picknickbank. Gleich gegenüber führt ein Holzsteg über einen Graben. Wenige Meter weiter entdecken wir links an einem Baum auch unsere Wanderzeichen. 100 Meter weiter steht links eine alte Eiche, der älteste Baum des Hohen Venns. Hinter der Eiche beginnt die freie Vennlandschaft, und am Rand stehen einige Wacholderbüsche.

Nach 150 Metern biegen wir an den Holzwegweisern nach links ab in Richtung Xhoffraix/Longfaye (grünes Rechteck). Wir wandern jetzt ein kurzes Stück über eine freie Vennlandschaft. Dann dreht der Weg nach rechts in den Wald hinein und über zwei Baumstämme, die mit Holzbrettern beplankt sind (Vorsicht, rutschig) und über eine besonders feuchte Stelle hinweghelfen, wir gehen weiter unter Bäumen über einen federnden Waldboden. Beim Verlassen des Waldes entdecken wir noch einmal an zwei Bäumen das grüne Rechteck. Nach der Waldpassage wandern wir über einen breiten Wiesenweg mit einer weitläufigen Sicht nach links.

In der Schneise

Es folgt eine Abzweigung von befestigten Waldwegen. Hier können wir auf einer Bank pausieren. Wir bleiben weiter geradeaus in Richtung Longfaye. Mit einem weiten Blick laufen wir nach einer Linkskurve bergab. Achtung! Schon bald verlassen wir diesen Weg und biegen rechts ab in eine kleine Schneise in Richtung Xhoffraix. Auf dem weichen, mit Baumwurzeln durchzogenen und in der feuchten Jahreszeit sehr morastigen Boden wandern wir parallel zu einem Bächlein. Der breite Weg macht eine 90-Grad-Biegung, dann erreichen wir einen Querweg (linkerhand eine sehr niedrige Bank) und biegen links ab. 20 Meter weiter halten wir uns an der Gabelung geradeaus und folgen einige Zeit dem Waldweg.

Am Pouhon

Wir passieren eine Holzschranke und folgen dann, wenig später, nicht der Linkskurve, sondern biegen nach rechts ab (grünes und blaues Kreuz, gelbes und grünes Rechteck) und gelangen so nach einiger Zeit an einen Verkehrsweg, wo wir rechts abbiegen. Rund 50 Meter weiter können wir diese Straße aber schon wieder nach links verlassen. Wir bewegen uns nun durch das Tal des Pouhons. Ein breiter Waldweg führt geraume Zeit bergab. Mit dem plätschernden Pouhon rechts von uns laufen wir später einige Zeit über freie Fläche. Nach 1,7 Kilometern (vom Verkehrsweg aus) kommen wir an eine Linkskurve. Rechts gibt es eine Brücke. Von links mündet der Rognay-Bach (Roannai) in den Pouhon. Wiederum bleiben wir geraume Zeit auf diesem Weg. Links wird der Weg vom Pouhon flankiert, dahinter wurden massive Rodungen durchgeführt, rechts blicken wir auf hohe Felsen, die von einer Vielfalt an Moosen, Farnen und Flechten überwuchert werden, die sowohl Laien als auch Eingeweihte begeistern werden.

Spektakuläre Brücke

Es geht bergauf. Am höchsten Punkt stoßen wir auf eine Bank. Wir blicken auf den Zusammenfluss des Pouhons mit dem Bayehon. In „Hochwasserzeiten“ führt eine spektakuläre Brücke über den Fluss: Sie nutzt einen gegabelten Baum, durch dessen Gabel sie hindurch führt. Von dort kommen wir, wenn wir die Wanderung abgekürzt haben (Punkt 1).

Um unser nächstes Ziel, den höchsten Wasserfall Belgiens zu erreichen, folgen wir nun weiter dem Bayehon flussabwärts (rotes Rechteck, blaues Kreuz und rote Raute). Nach 450 Metern (kurz bevor der Bayehon sein Wasser an die Warche übergibt) biegen wir über eine breite Holzbrücke links ab und folgen dem Holzwegweiser in Richtung Burg Reinhardstein.

Es geht leicht bergauf. Der Fluss zu unserer Rechten ist die Warche. Das Flussbett ist sehr schön anzuschauen mit seinen großen Steinblöcken, die vom Moos bewachsen sind. Eine Picknickbank unter Bäumen direkt am Fluss macht Lust auf eine Pause. Der Pfad wird schmaler. An der Gabelung entscheiden wir uns für den rechten Weg, der mit grüner Raute markiert ist. Er bringt uns zu einer Brücke, über die wir die Warche überqueren. Dahinter steigt der Wald sehr steil an. Jetzt gibt es, je nach Wasserstand, zwei Möglichkeiten. Wenn wir uns den Wasserfall anschauen wollen, folgen wir dem rechten Flussufer der Warche etwa 75 Meter flussaufwärts (die Warche ist links von uns).

Am gegenüberliegenden Ufer stürzt er sich dann steil in die Warche. Ist der Wasserstand niedrig, können wir den Fluss queren und folgen nun auf der anderen Seite auf einem schmalen Pfad dem Flusslauf (die Warche ist nun rechts von uns). Nach kurzer Zeit führt von rechts ein Weg über eine Brücke heran (Punkt 2). Wir halten uns links. Ist der Wasserstand zu hoch, um die Warche auf Höhe des Wasserfalls zu durchqueren, dann laufen wir zurück bis zur Brücke und wandern den steilen Hang hoch und weiter durch den Wald.

Achtung! Wo die grüne Raute nach rechts hoch führt, bleiben wir links hangabwärts. Der schmale Pfad schlängelt sich bergauf und bergab durch den Wald. Immer wieder können wir durch die Zweige einen Blick auf die Burg werfen.

Über eine Brücke queren wir die Warche (Punkt 2). Es folgt eine steile, steinige Passage. Ein Stahlgeländer rechts hilft über besonders schwierige Passagen hinweg und wir finden uns plötzlich auf einer freien Fläche wieder. Auf einer Bank können wir uns von der Strapaze erholen, bevor unser Wanderweg unmittelbar gegenüber dieser Bank weiterführt. Nach einem Rechtsschwenk folgen wir einigen steinernen Stufen nach links. Nachdem wir über eine Brücke den Bach, der später zum Wasserfall wird, überquert haben, finden wir uns auf einem Verkehrsweg wieder, und nach rechts wandernd erreichen wir unseren Parkplatz.

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