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Dossier Tihange

Neuer NRW-Energieminister für Abschaltung von Tihange und Doel

Von: dpa
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Doel
Die Atomkraftwerke in Doel und Tihange sind auch der neuen NRW-Regierung ein Dorn im Auge. Foto: dpa

Düsseldorf. Auch die neue Landesregierung von Nordrhein-Westfalen will sich für die Abschaltung der umstrittenen belgischen Atomkraftwerke Tihange und Doel stark machen. Die schwarz-gelbe Regierung nehme die Sorgen der Menschen sehr ernst, sagte der neue Energieminister Andreas Pinkwart (FDP) kurz nach seiner Vereidigung am Freitag im Düsseldorfer Landtag.

Atomkraftgegner aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien hatten am vergangenen Sonntag mit einer Menschenkette gegen die umstrittenen Atommeiler demonstriert. Die Sicherheit der Kraftwerksblöcke Tihange 2 und Doel 3 ist wegen Tausender Mikrorisse umstritten.

Pinkwart sagte, es sei für NRW „nicht einfach, etwas zu bewirken”. Die Bundesregierung als Erst-Verantwortliche stehe mit Belgien in Verhandlungen. Auf NRW-Seite habe es aber bisher auf Minister- oder Staatssekretärsebene keine direkten Gespräche mit Belgien gegeben. Das Land habe da noch einiges vor sich. Lediglich an einer ersten Tagung einer deutsch-belgischen Kommission habe sich NRW bislang beteiligen können.

Der neue Wirtschafts- und Energieminister wies aber auch darauf hin, dass noch viele Fragen wie die Sicherheit der Energieversorgung zu klären seien. Die gerade gestartete Regierung werde Erneuerbare Energien vorantreiben, dabei aber auf einen „Energiemix” setzen.

Redner aller Fraktionen lobten die Menschenkette am Wochenende. Nur für die AfD meinte Christian Loose, es werde - vor allem von den Grünen - unnötig Panik geschürt. CDU und FDP warf er „mangelnde Sachkenntnis beim Thema” vor, was Empörung im Landtag auslöste.

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