Otti nimmt Bad in der Menge

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Die „Jonge vajjen Beverau” a
Die „Jonge vajjen Beverau” auf ihrer Abschiedstour, Ende der Session ist Schluss für die Sangestruppe: Sie kamen im Saal wieder bestens an, werden aber wohl auch dem Schnitt des WDR-Regisseurs zum Opfer fallen und heute nicht auf dem Flachbildschirm erscheinen.

Aachen. Aachen präsentierte sich schon Samstagmittag zum Empfang des 62. Ritters wider den tierischen Ernst, „Otti” Fischer, von seiner Schokoladenseite. Nicht nur, dass et Sönneken vom wolkenlosen Himmel herabstrahlte.

Vor allem die Aachener selbst, die ihn in der Elisengalerie erwarteten, sprühten Herzlichkeit aus und hatten sich durch de Jonge vajjen Beverau und Lennet Kann, alias Dirk von Pezold, bereits in ausgelassene Fastelovvendslaune hineingeschunkelt.

Und was an Sympathiebekundungen für den Ritter 2012 galt, galt ebenso für Philipp zu Guttenberg, den die beiden Moderatoren, AKV-Elferrat David Lulley (Center TV) und AZ-Redakteur Manfred Kutsch, als das „ewige Plagiat” ankündigten.

Pünktlich um 11.11 Uhr stürmten de Jonge vajjen Beverau die Bühne in der mit Clowns und Luftballons bunt geschmückten Elisengalerie, in der sich hunderte erwartungsfrohe Zuschauer eingefunden hatten. „Das ist unsre Öcher Luft, Luft, Luft” stimmte die Sängerschar ihr Medley mit einem schier unerschöpflichen Repertoire an. Ein erstes Paar begann zu tanzen, andere hatten sogar ein „Sektchen” mitgebracht und im Nu herrschte uriger Volkskarneval.

Nach rund 45 Minuten zogen die Prinzengarde Brander Stiere mit ihrem Musikzug, die Aachener Prinzengarde sowie AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil und der AKV-Elferrat ein - inklusive Ehrengäste: Ottfried Fischer, Laudator Philipp zu Guttenberg und Ordenskanzler Constantin Freiherr von Heereman.

Noch am Abend zuvor hatte Fischer in München vor der Kamera des Bayrischen Fernsehens gestanden, konnte daher erst verspätet am Samstagmorgen einfliegen.

„Printen und Pflümli haben mich nach Aachen gelockt”, scherzte der Kabarettist, der sich als „Außenminister Bayerns in Sachen Humor” betitelte. Moderator Kutsch stellte sich hilfsbereit, aber noch nicht ganz erfolgreich, als Lehrer für os Modderesproech in seinen Dienst.

Doch „Oche” und „Öcher” sind schon für einen Bayern eine Hürde. Er nehme es nicht übel, dass Karl-Theodor zu Guttenberg abgesagt habe. „Es war vielleicht gescheiter so”, meinte „Otti”.

Mit anhaltenden „Philipp, Philipp. Philipp”-Rufen wurde der Laudator von den Aachenern begrüßt. „Tausend Dank, ich freue mich wahnsinnig wieder hier zu sein”, dankte er. Auf die Frage von Kutsch, wie er es aufgenommen habe, als ihn sein Bruder erneut als Knappen einsetzte, antwortete er: „Ich habe eine Papiertüte vor den Mund gehalten und leise weinend nach Luft gerungen. Aber jetzt bin ich hier und werde es meistern.”

Ordenskanzler Heereman fügte hinzu: „Ich glaube er musste absagen. Aber ich bin stinksauer auf einige Presseberichte. So geht man nicht mit Menschen um. Aber wir lassen uns das Fest nicht verderben.” Die Bühne gehörte anschließend Prinz Karneval Rainer I. mit seinem übermütigen Hofstaat. Und schon hieß es: „Leinen los!”
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