Neuer WDR-Vertrag für AKV-Festsitzung bis 2014

Von: Manfred Kutsch
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Gibt sich zufrieden mit dem neuen Fernsehvertrag: AKV-Präsident Horst Wollgarten. Foto: Wolfgang Plitzner

Aachen. Der Aachener Karnevalsverein (AKV) hat mit dem WDR über seinen neuen Fernsehvertrag Einigkeit erzielt - auch wenn noch nicht alle Gremien der ARD durchlaufen sind. Präsident Horst Wollgarten spricht von einer „großen Bedeutung nicht nur für den AKV, sondern auch für die Stadt Aachen”.

Die TV-Präsenz sei für das Stadtmarketing „von großer Bedeutung”. Insbesondere sei man auch „sehr stolz” darüber, mit der Werner Kimmig GmbH „einer der renommiertesten Produktionsfirmen im Deutschen Fernsehen”, zusammenarbeiten zu können. Kimmig produziert unter anderem die Verleihung des „Bambi” und des Deutschen Fernsehpreises sowie „Verstehen Sie Spaß”. Wir sprachen mit Horst Wollgarten über die wesentlichen Rahmenbedingungen.

Wie lange ist die Laufzeit des Vertrages? Und zwischen wem ist er geschlossen?

Wollgarten: Die Vereinbarung gilt fünf Jahre bis 2014. Es handelt sich um eine Vertragsgestaltung zwischen dem AKV als Souverän, dem WDR und der Werner Kimmig GmbH, die in Zukunft im Auftrag des Senders die Produktion abwickelt.

Wie wird die konkrete Aufgaben- und Kompetenzverteilung sein?

Wollgarten: Der AKV als Veranstalter bestimmt weiterhin das Programm. Der WDR übernimmt alle technischen Aufgaben vom Ü-Wagen über die Produktionsüberwachung bis zur Beleuchtung. Kimmig wiederum zeichnet für die TV-Produktion verantwortlich, stellt den Regisseur, die Kamerateams bis hin zum Drehbuchautor.

Und das Bühnenbild, dessen hoher Kostenfaktor dem WDR immer so quer im Magen lag?

Wollgarten: Der WDR übernimmt nochmals die erhebliche Finanzierung des Bühnenbildes für 2010. Wir haben uns für ein neutrales, eher abstraktes Bühnenbild entschieden, dessen Grundstruktur wir von Jahr zu Jahr neu verwenden können.

Und das sieht dann wie aus?

Wollgarten: Die Kulisse wird nicht an Themen bzw. den aktuellen Rittern gebunden sein. Sie setzt sehr stark auf LED-Lichteffekte, mit der man die unterschiedlichsten Stimmungen zaubern kann.

Ist der Vertrag verbindlich für das Erste Programm abgeschlossen? Und: Bleibt es bei der Prime Time 20.15 Uhr am Montag nach der Festsitzung?

Wollgarten: Wir werden nach jetzigem Stand auch 2010 wieder montags, am 1. Februar, um 20.15 Uhr in der ARD 105 Minuten lang an den Start gehen. Dabei müssen wir eine Zielvorgabe beim Marktanteil erreichen, der in etwa dem des Vorjahres entspricht (13 Prozent). Dafür muss man Verständnis haben, denn die TV-Landschaft ist extrem schwankend geworden, die Konstanz früherer Jahre gibt es nicht mehr.

Und wenn die Zielvorgabe nicht erreicht wird?Wollgarten: Dann hätte der WDR das Recht, für das Produkt Festsitzung einen anderen Sendeplatz zu wählen, der könnte auch im Dritten Programm liegen. Wovon wir nicht ausgehen.

Bedeutet die neue Konstruktion größeren Finanzeinsatz seitens des AKV?

Wollgarten: Unter dem Strich nicht. Es verlagern sich gewisse Ausgaben zwischen den Beteiligten.

Mit der Festsitzung 2009 erreichte der AKV lediglich 300000 Menschen zwischen 18 und 49 Jahren. Gibt es eine Zielgruppenvereinbarung?

Wollgarten: Nein. Dies entspräche auch nicht unserer primären Zielausrichtung der Programminhalte.
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