Wenn die Tropis Rimini auf den Kopf stellen

Von: Felicitas Gessner
Letzte Aktualisierung:
tropisbu
Wenn Tropis auf Reisen gehen: Die Garde um Generälin Sarah Siemons feierten eine hinreißende Premiere im Josefshaus. Das Ferienmotiv als roter Faden erwies sich als guter Griff. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Mit Esprit, furiosen Auftritten, karnevalistischem Urgespür, zwerchfellerschütternden Dialogen und Gesangseinlagen vom Feinsten rissen die Akteure der Tropi-Garde beim großen Kostümball 2011 ihr Publikum zu Beifallsstürmen hin.

Wie immer hatten sich die Tropis mit viel Liebe zum Detail ein Thema einfallen lassen. Der Titel diesmal: „Tropis ejjene Urlaub. Dat joev et noch nie. Jetzt houe se av noeh Rimini!” Also, los geht die Reise.

Wenn sich Witwe Hertha Keilhauer - mit überragendem Wortwitz von Ina Gröbner gespielt - mit ihren beiden Töchtern (auch hier bestechend und urkomisch dargestellt von Susi Lauffs und Tropi-Generälin Sarah Siemons) im Jahr 1964 auf den Weg nach Rimini aufmacht und auf dem Campingplatz auf den ungeliebten Nachbarn (in einer Paraderolle als Vater Frank Jansen) mit seinen beiden Söhnen (Nico Jansen und Niklas Dahmen) trifft, dann ist das der ultimative Angriff aufs Zwerchfell. Die Urlaubsgeschichte ist prima, im Vergleich zu den Sitzungen der Vorjahre aber deutlich knapper ausgefallen. Das tut dem Programm gut. Das Ferienmotiv aber gibt viel Raum für die weiteren Nummern. Clever.

Auf der Reise

Und zum Thema Urlaub haben hier gar viele das ein oder andere zu erzählen. So auch Newcomer Janek Frings in der Bütt mit seinen Erfahrungen auf der Reise. Zum Toben brachten den Saal dann die vier Grazien „BöStoMeRitz” - in ihrem mittlerweile 28. Jahr glänzten sie mit Gesangseinlagen zur Tristesse des Camping-Urlaubs. Die Tanzgruppe „Seven Up” zeigte im 60er-Jahre-Look eine ebenso gelungene Darbietung. Mit unvergleichlichem Lokalkolorit ausgestattet, war es dann das Zwiegespräch der Herren „Herbert und Bernd”, die von Lachsalven ihrer Zuhörer beflügelt zu großem Wortwitz aufliefen.

Ein mehr als gelungenes Debüt legte Johannes Meier, Schlagzeuger der wie immer famos aufspielenden Tropi-Combo, als Udo Lindenberg hin - seine gekonnte Gesangseinlage auf Öcher Platt, ein wahrer Ohrenschmaus. Der richtige Lindenberg hätte kaum authentischer und vor allem nicht begeisternder klingen können.

Doch weiter im Text, die Tropis hatten wieder jede Menge zu bieten, ein großartiges Programm. Zum Mitsingen und Schunkeln kamen die „Jonge us et Leave” mit einem Potpourri von Öcher Liedchen, rheinischen Karnevals-Hits und Songs von Bella Italia gerade richtig. Und auch Debütant Jan Savelsberg als „verirrter Gast” Freiherr Karl-Theodor von und zu Guttenberg wusste zu überzeugen. Und wie!

Die „Tanzgruppe Mann” der Tropis präsentierte sich in professioneller Choreographie im Schwarzlicht als Glühwürmchen. Beim Animationsprogramm „ohne Worte” auf dem Campingplatz hielt es das Publikum wiederum kaum auf seinen Sitzen, so dass Tropi-Generälin Sarah Siemons zum wiederholten Mal „ein Raketchen” steigen lassen konnte. Da hatten es die „4 Amigos” mit einem ihrer glanzvollen Auftritte wahrlich nicht mehr schwer, den Saal zum Toben zu bringen. Man wollte sie gar nicht mehr von der Bühne lassen, ehe sich dann doch zum großen Finale die gesamte Tropi-Garde samt Klobürsten auf der Bühne wiederfand. „Vür hant jetz jenog va Pasta-Koche än sönd jlöcklich wier ee Oche”, sangen sie noch einmal ganz hinreißend. Eine herrliche Rimini-Reise ging damit zu Ende.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert