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Von „Krise” im Karneval nicht die Spur?

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
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Beim Prinzenempfang des Erkelenzer Bürgermeisters posieren die Prinzenpaare der Stadt traditionsgemäß vor der alten Burg. Foto: Koenigs

Erkelenz. Traditionell lädt die Stadt ihre Tollitäten und Gesellschaften zum Prinzenempfang in die Burg ein. Das Foto der versammelten Ortsregenten mit Bürgermeister Peter Jansen fiel diesmal jedoch schlanker” aus als sonst. Viele Gesellschaften waren ohne Regenten zum Empfang gekommen, was der Stimmung in der Burg jedoch keinen Abbruch tat.

Bürgermeister Jansen betonte, dass er bei seiner närrischen Rundreise durch die Erkelenzer Ortschaften von der vielbeschworenen Krise nichts feststellen konnte. „Die Leute packen an und haben Spaß an der Freud”, betonte er und bescheinigte den Gesellschaften vor Ort, viel für die Pflege des Brauchtums zu tun. Neben den Gesellschaften aus dem Erkelenzer Land begrüßte er auch Landrat Stephan Pusch und die Verbandbützer” von VKEL und VKAG.

Den Eisbrecher machte Norbert Müschen von der Kückovener Kükage. Er zeigte sich durchaus solidarisch mit dem Bürgermeister und der örtlichen Politik, die angesichts leerer Kassen sparsam haushalten müssten. Dementsprechend lud er dazu ein, den dargereichten Sekt zu genießen, „den wir später bezahlen werden”. Jansen dankte für das Verständnis und betonte, dass am Karneval in Erkelenz nicht gespart werde.

Ohne Prinzenpaar waren die Katzemer Katzeköpp nach Erkelenz gekommen. Allerdings verkündete Damian Schüller, dass für die kommende Session schon Anwärter gefunden seien. Tollitäten hatten der Venroder Wenk gleich zweimal mitgebracht. Neben dem Prinzenpaar Norbert I. und Heike I. (Hollmann-Posny) war auch Kinderprinzessin Marie-Theres I. (Weiß) mit Pagin Jasmin Dürselen zum Empfang erschienen. Präsident Peter-Josef Gormanns musste jedoch einräumen, dass einzig die Pagin eine waschechte Venratherin ist. Die Tollitäten waren in den Nachbarorten ausgeliehen.

Auch die Immeroder Seckschürger waren in dieser Session ohne Prinzenpaar unterwegs. Der Vorsitzende Hans-Peter Hillekamps betonte, dass es eine „schwermütige Session” sei, da viele Immerather nicht zum Feiern in ihren sterbenden Ort zurück kehren wollten. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so schlimm ist”, erklärte er und forderte die anwesenden Jecken auf, die KG beim Rosenmontagszug tatkräftig zu unterstützen.

„Beim letzten Mal waren mehr im Zug als an der Wegstrecke”, betonte er. Das „Sürg mött” klang daher eher trotzig. Bürgermeister Jansen betonte, dass das Geld für den Neubau des Kaiersaals im laufenden Haushalt bewilligt sei und bald eine neue Bleibe für die Seckschürger” geschaffen werde.

Es geht alles, wenn man will

Die EKG präsentierte voller Stolz ihr Prinzenpaar Bernd I. und Birgit I. (Schmitz). Der Vorsitzende Stephan Schüren hob hervor, dass man auch schon eine Session ohne Tollitäten und im Zelt überstanden habe. „Das geht alles, wenn man will”, war sein Credo. Als Gastgeber hatten sie natürlich auch ihre kleinste Garde dabei. Die Lövenicher Hoppesäck schickten ihren Vorsitzenden Scheng Eggerath und das Prinzenpaar Michael I. und Manuela I. ins Rennen, während sich die Golkrather Knallköpp um den Präsidenten Wolfgang May auch ohne Tollitäten präsentieren mussten. Die Karnevalsfreunde Brückstraße waren mit ihrem Fürstenpaar Uwe II. (Schlömer) und Christiane I. (Reese von Ohlsen) dabei. Als zweite närrische Kleinvereinigung war der „Freundeskreis flotte Theke” mit ihrem Dreigestirn dabei.

„120 Stunden reden und 33 Jahre Karneval” konnten die Granterather um Karl Mones auf die Waage schmeißen. „Wir haben erst gar nicht mit einem Prinzenpaar angefangen und schunkeln uns so durch”, erklärte Mones das erfolgreiche Granterather Karnevalskonzept. Die Gerderhahner treten in ihrer Jubiläumssession (150 Jahre) mit Wieeerholungstätern als Prinzenpaar an. Denn Heiner II. und Doris II. (Feiter-Haupts) waren schon einmal als Tollitäten dabei, wie der Vorsitzende Frank Salewski betonte. Der Prinz ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit Hoppeditz Arnd Salewski gleich ein karnevalistisches Ständchen zu bringen.

Von der Burg aus ging es gleich weiter in die Stadthalle, wo die EKG zum Prinzenbiwak eingeladen hatte.
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