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Städteregion feiert ersten Närrischen Empfang im Krönungssaal

Von: Jan Mönch
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Schmucker Besuch auf der jecken Bühne: Städteregionsrat Helmut Etschenberg begrüßte bei seinem Närrischen Empfang gestern zahlreiche Tollitäten aus der Städteregion und dem benachbarten Ausland im Aachener Krönungssaal. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Seit Oktober vergangenen Jahres ist die Städteregion Realität. In den Köpfen ihrer Bewohner ist diese Idee angekommen, der Weg in die Herzen freilich ist ein weiterer. Ein wichtiger Schritt dorthin, ganz klar, wurde am Freitag beim Närrischen Empfang der Städteregion getan: Mit dreifachen und kräftigen „Städteregion Alaaf”-Rufen wurde der Zweckverband aus Stadt und Kreis Aachen gefeiert.

Um ja nichts anbrennen zu lassen, war für die Veranstaltungspremiere kurzerhand ein Traditionstermin adaptiert worden. Bislang hatte der nun gewesene Kreis Aachen zu Fastelovvendsempfängen eingeladen. Jahr für Jahr war man damit nach Altweiber durch die um Aachen herum gelegenen Kommunen rotiert. Am Freitag war der Närrische Empfang in die in der Tat goldene Mitte gerutscht: den Krönungssaal des Aachener Rathauses.

„Der eine öffnet sein Haus, der andere seine Kasse”, stellte Wilm Lürken, Präsident im Ausschuss Aachener Karneval (AAK), in Richtung von Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp sowie Städteregionsrat Helmut Etschenberg fest.

Und das, was auf Politik- und Verwaltungsebene bislang noch nicht völlig reibungslos funktioniert, klappte in karnevalistischer Koalition schon besser. „Ob schwarz, ob rot, ob grün, beim Feiern gibt es keine Kompromisse”, erkannte Helmut Etschenberg, und ließ dann den moderierenden Reiner Spiertz, Präsident im Verband der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG), das Rathaus in einen närrischen Schmelztiegel verwandeln. Denn neben Vertretern aus Politik und Verwaltung der zehn Kommunen wurden auch die Hauptdarsteller der tollen Tage willkommen geheißen: die Karnevalsprinzen und - je nach kommunaler Handhabe - auch die Karnevalsprinzessinnen und Dreigestirne.

Viele gekrönte Häupter

Aus Eschweiler war Marco I. angereist, Roetgener Fastelovvend hatten Marco I. und Jutta I. im Gepäck und aus der Gemeinde Simmerath hatten gleich fünf Karnevalsgesellschaften ihre jeweilige Tollität entsandt. „Karneval ist ein grenzüberschreitendes Brauchtum”, stellte der moderierende Reiner Spiertz fest, und meinte damit nicht nur die Grenzen zwischen den Kommunen. Denn auch der Bond van Carnavalsverenigingen in Limburg (B.C.L.), die Samenwirkende Limburgse Vastelaovesvereniginge (SLV) sowie der belgische Verband Liveke waren mit Abordnungen vertreten.

Die hundertfach durch den Saal wippenden Fasanenfedern ließen kaum Raum für Zweifel: So viele gekrönte Häupter auf einen Schlag hat das Aachener Rathaus nicht einmal zu Zeiten der Monarchie erlebt. Städteregion Alaaf!
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