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Queen feiert Breenicher Karneval

Von: Heike Eisenmenger
Letzte Aktualisierung:
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Sind nicht auf dem Kriegspfad: Diese närrische Zuschauerin und der „zum Klauen” süße kleine Fratz. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg-Breinig. Queen Elisabeth in Breinig - die Sensation ist perfekt. Um den unverfälschten „German Fastelovvend” zu erleben, ist Königin Elisabeth II. extra nach „Breenich” gereist, um dort mit Krönchen auf dem Kopf, Spiegel in der Hand und angetan mit einem lilafarbenen Mantel im Rosenmontagszug mitzuschreiten. Huldvoll lächelnd winkt sie den vielen Zuschauern am Straßenrand zu.

Im Outfit der Queen flogen Joan Green die Herzen der „Jecken” nur so zu. Nur wenige wussten, dass die alte Dame tatsächlich eine waschechte Britin ist und den Besuch bei ihrer Tochter Sarah, die in Breinig lebt, gezielt so gelegt hat, dass sie den „German Fastelovvend” miterleben kann.

Es ist nicht das erste Mal, das die 88-Jährige dem urdeutschen Brauchtum frönt: Schon mehrfach nahm die Engländerin am Rosenmontagszug in Breinig teil. „So etwas wie Karneval kennen wir in England nicht. Karneval ist einfach wunderbar”, erklärte Joan Green und bekam prompt von einem Clown einen Schmatzer auf die königliche Wange gedrückt.

Die III.Herrenmannschaft ist ein stetiger Quell guter Ideen. Dass die Hobbykicker auch im hohen Alter noch auf dem Bolzplatz stehen werden, daran ließen sie keinen Zweifel. Auf Rollatoren gestützt, im Rollstuhl geschoben oder am Stock schlurfend werden sie auch als „Tattergreise” das Spielfeld unsicher machen.

Naturburschen sind die Mitglieder der Gruppe „Eisensteiner & friends”. Das ist eine Anspielung auf die Straße am Eisenstein in Breinig, aus deren Einzugsbereich die Holzfäller „rekrutiert” wurden. Ein von einem Elektromotor angetriebenes Sägegatter zersägte während des Umzuges einen stattlichen Pappelstamm, den die Eisensteiner auf einem Anhänger aufgebockt hatten. Das Thema „Holzfällen” kommt nicht von ungefähr: „Wir sind regelmäßig zum Schlagen von Brennholz im Wald”, sagte der 21-jährige Tobias Thelen aus Zweifall.

Als liebeshungrige Landwirte hatten die Breinigerberger die Lacher auf ihrer Seite. Damit es keine Missverständnisse bei der Wahl der geeigneten Kandidatinnen gibt, führten sie auch gleich plakativ eine Kontaktanzeige mit sich. In großen Lettern stand dort geschrieben: „Bauer sucht Frau - Kätzchen erwünscht”.

Von der Samtpfote zum Rollmops: Ein Schelm, wer bei dem Slogan „Ran an die Möpse” an etwas Unanständiges denkt. Das Duo, das mit diesem provokativen Plakat den Zug anführte, hat nicht etwas das „Kapital” von Busenwunder Katie Price im Sinn, sondern die Fischspezialität.

Als Indianer verkleidet blieben die „Sündenböcke” etwas unter den Erwartungen zurück. Wobei gesagt werden muss, dass sie sich auf einem sehr hohen Niveau bewegen und es fast unmöglich ist, das Motto aus der Session davor in jedem Jahr zu toppen.

Die Zuschauer sind mit „ihrem” Rosenmontagszug vollauf glücklich: Es war viel Volk auf den Straßen, die Stimmung war super und ein Hauch von British Empire gab dem Ganzen den gewissen Pfiff.
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