Prinz Seppi I. regiert nun die Rursee-Jecken

Von: ho
Letzte Aktualisierung:
7041037.jpg
Ausstrahlung, Power und jede Menge Kondition. Die Showtanzgruppe der Kiescheflitscher war wieder einmal ein wahrer Augenschmaus und ließ nicht nur die Bühnenbretter im Antoniushof beben. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Rurberg/Woffelsbach. Nein, der Rursee stand saisonal bedingt nicht in Flammen. Dafür drohte ein durch die gute Stimmung im Antoniushof ausgelöster Tsunami den Eiserbachdamm zu überschwappen. In der schmucken Veranstaltungsstätte in Rurberg steppte nämlich am Samstagabend über fünf Stunden lang der Bär. Die Kiescheflitscher hatten dorthin zur Kostümsitzung mit Proklamation eingeladen.

Das Publikum war aufgrund des höchst unterhaltsamen Programms und des neuen Dreigestirns streckenweise „raderdoll“. Hervorzuheben ist dabei, dass neunzig Prozent der Darbietungen von eigenen Kräften bestritten wurden, wobei die Showtanzgruppe des Vereins mit ihrer Darbietung an diesem Abend sicher den Vogel abschoss und auf diese Weise die Herzen der Rursee-Jecken im Sturm eroberte.

Alles, was die Kiescheflitscher zu bieten hatten, marschierte pünktlich in den Saal ein und Präsident Bruno Nellessen freute sich bei der Begrüßung unverhohlen über den prall gefüllten Antoniushof. Den acht Tanzmariechen war danach die Rolle der Eisbrecher zugeschrieben, was ihnen mit frischem Schwung mit Leichtigkeit gelang. Auch die Jugend-Showtanzgruppe „Girls“ wusste zu gefallen und zeigte, dass man sich um den Tanznachwuchs des Vereins keine Sorgen machen muss.

Garant für gute Unterhaltung ist bei den Kiescheflitschern seit Jahren die Gruppe „KV-Kompakt“. Susanne, Michael und Waltraud Dederichs sowie Sebastian Hardt, Ulli Lutterbach und Martin Oelgeklaus hatten auch in diesem Jahr bei ihrer Comedy-Show wieder einen Kracher parat, der begeisterte. In ihrem Nachrichten-Galopp jagte ein Gag den anderen, wobei die Blitzmeldung von den angebrannten Bratkartoffeln bei Michael Franzen gleich zu Beginn beim begeisterten Publikum wie eine Bombe einschlug.

Klasse ebenso das Sprachdurcheinander von drei Radiosendern, der Gurke der Klingonen und der Sketch mit dem (kölner) Funken, der ein zu Hause sucht.

Christoph Nellessen zeigte danach, dass er nichts von seiner Klasse verloren hat. Als mit Heurechen bewaffneter „Eefelbuer“ erzählte er von seiner Ehefrau, der gelifteten Dreifaltigkeit, vom Hahn, der auf seinem Hof die Eier direkt mit Datum stempelt und sonstigen Kuriositäten der Eifel-Buererei.Mit bekannten Liedern heizte danach das Gesangsduo „Us de Lameng“ aus Nideggen den Saal ein, bevor der noch amtierende Prinz Sascha I. (Lauscher) nach allen Regeln der karnevalistischen Kunst von Präsident Nellessen entmachtet wurde.

Danach erhob man sich im Saal und die Hälse wurden in Richtung Eingang gestreckt, da der neue Narrenherrscher angekündigt wurde. Mit Seppi I. (Sebastian Hardt), Bauer Basti I. (Bastian Bachhoven) und Jungfrau Mike I. (Mike Nellessen) hatten die Kiescheflitscher allerdings ein junges Dreigestirn aus dem Hut gezaubert, das von den Rurseeklängen auf die Bühne gespielt und vom Publikum begeistert gefeiert wurde.

Zu Ehren der neuen Tollitäten zeigte die Prinzengarde danach mit ihrem Mariechen Michele Bongard, was sie tänzerisch zu bieten hat, bevor danach wieder ein Büttenredner die Bühne eroberte. Aus Belgien war „Et Hühldöppe“ (Werner Heck) angereist, der mit bekanntem tränenreichem Programm so manchen Lacher beim ausgelassenen Publikum erzeugen konnte.

Was sich hiernach auf der Bühne abspielte, darf man schon als Leckerbissen bezeichnen. Die Showtanzgruppe der Kiescheflitscher zeigte bei ihrer tänzerischen Reise um die Welt Können, Klasse und Kondition. Mit dieser Formation können sich die Rursee-Karnevalisten auch anderen Orts blicken lassen.Nach den ersten drei Programmstunden zeigte auch der Elferrat zu Ehren des neuen Prinzen bei einer aufwendigen Parodie sein Können, bevor starke Männerbeine die Blicke der Frauen auf sich zogen. Die Herrentanzgruppe segelte und schwebte bei ihrer Darbietung teils mit elfenhafter Leichtigkeit über die Bühne und zeigte, was alles in ihr steckt.

Den Abschluss im Programm bildeten die „Billy Boys“. Klaus Lauscher, Christoph Nellessen, Martin Schröder und Bernd Rollesbroich rockten eine halbe Stunde den Antoniushof. Als buntes Schlussbild erschienen schließlich nochmals alle Aktiven auf der Bühne.Dass nach dieser tollen Sitzung noch lange im Antoniushof gefeiert wurde, versteht sich von selbst. Weitere Informationen über den Verein unter www.kiescheflitscher.de

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert