Narrenzunft: Ehrung für eine Heulsuse und viele Spritzemänner

Von: Nina Krüsmann
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Präsident Wilm Lürken (rechts) zeichnet auf dem Ordensfest der Aachener Narrenzunft Büttenredner Werner Heck und die KG Oecher Spritzemänner mit dem Leo-Rosen-Orden aus. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Die KG Oecher Spritzemänner und der Büttenredner Werner Heck, besser bekannt als „Et Hühldöppe“, sind die neuen Träger des Leo-Rosen-Ordens. Die Aachener Narrenzunft hat die hohe närrische Auszeichnung traditionell während ihres Ordensfestes in den Burtscheider Kurpark-Terrassen überreicht.

Benannt ist die Auszeichnung nach Leo Rosen, der von 1928 bis 1949 Präsident der Narrenzunft war. Gleichzeitig war er auch einer der beliebtesten Büttenredner Aachens. Deshalb gab der Verein dem von Leo Rosen anlässlich seines 22-jährigen Präsidentenjubiläums gestifteten Orden eine besondere Bedeutung. „Dieser Orden sollte keine Massenware sein. Er wird seit 1949 jedes Jahr an bis zu drei ausgewählte Personen oder Gruppen verliehen, die sich um die Aachener Narrenzunft oder den Öcher Fastelovvend verdient gemacht haben“, erklärte Präsident Wilm Lürken, der die Laudatio auf die neuen Ordensträger gleich selbst hielt.

Über Burtscheid hinaus

Die Spritzemänner seien mit ihren goldenen Messinghelmen ein unverzichtbarer Bestandteil des Brauchtums über Burtscheid hinaus. Seit 1984 veranstalten sie die Open-Air-Sitzung am Fettdonnerstag, die jedes Jahr tausende Jecke anzieht. Mit ihren eigenen Orden wie etwa dem Närrischen Strahlrohr „bereichern sie nicht nur den Stadtteil Burtscheid, sondern den gesamten Aachener Karneval“, betonte Lürken in seiner Laudatio.

Zweiter Leo-Rosen-Preisträger ist Werner Heck. „Mit seinen herrlichen Wortspielen ist er einer der besten Büttenredner der Euregio überhaupt“, erklärte Lürken. Wo immer „Et Hühldöppe“, was übersetzt so viel wie Heulsuse heißt, mit seinem überdimensionalen Taschentuch aufschlägt, seien Stimmung und gute Laune garantiert. „Ein Schwerpunkt in seinen Reden ist immer seine Ehefrau Meta, die er genau wie seine Schwiegermutter herzlich gerne durch den Kakao zieht. Unnach­ahmlich sind seine schier endlos wirkenden grandiosen Aufzählungen.“ Darüber hinaus engagiere sich der Wortakrobat Werner Heck als Dozent in der Aachener Büttenrednerschule und gebe viele Tipps an den Nachwuchs weiter.

„Und er ist immer da, wenn Not am Mann ist. Als Hubert Crott erkrankt war, sprang er kurzerhand ein, um die Lücke von ,Josef Jupp und Jüppchen‘ im Programm zu schließen“, betonte Lürken. Gemeinsam mit Kurt Rehberg, 1. Vorsitzender der Narrenzunft, freute er sich über die neuen Preisträger. Umrahmt wurde das Ordensfest vom traditionellen Grünkohlessen. Im Unterhaltungsprogramm sorgte neben der Tanzabteilung des Vereins die Gruppe Tästbild für Stimmung. Und für den singenden Figaro Hans Montag war es ein besonderer Auftritt, denn er feierte auf den Tag genau sein 3x11-jähriges Bühnenjubiläum.

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