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Motto: „Nix im Büggel - äwwer aal jood drop”

Von: tm
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Bis an die Grenzen ihrer Kraft ging das Herrenballett bei der Kostümsitzung der KG Rurblümchen. Sitzungspräsident Frank Kutsch (Mitte) gab sich als florale Schönheit und heimste standing ovations ein. Foto: Mauer

Jülich. Die Stadthalle war nahezu ganz gefüllt mit Wichteln, Geishas, Hexen, Seeräuber und allerlei buntem Volk, als mit dem Einmarsch der Blauen Funken aus Köln die Kostümsitzung der KG Rurblümchen in den karnevalistischen Nachmittag startete.

Sitzungspräsident Frank Kutsch musste mitansehen, wie 70 Gardisten die nicht gerade ausladende Bühne füllten und es sogar schafften, in Formation „Stippefötschen” zu tanzen. Während im Saal die Reihen schunkelten, zeigten die Kölner gekonnt Choreographie auf engstem Raum.

Konsequent forderte der Hausherr anschließend auch, dass die geplante neue Stadthalle in der Mitte der Stadt stehen müsse, sehr zum Jubel der Gäste. Es blieb seine einzige politische Äußerung an diesem Nachmittag.

Dagegen nutzte „Et Rumpelstielzje” Fritz Schopps Bühne und Gelegenheit, die politischen Größen durch den närrischen Kakao zu ziehen. Jeder bekam sein kritisches Fett weg, alles in gereimter Form in guter karnevalistischer Tradition.

Einen Streifzug durch die Lokalpolitik unternahm Thomas Oellers. Auf Platt - und hin und wieder ein klein wenig zäh - erinnerte er an Schwimmleistungszentrum, Golfplatz und den überzogenen Einfluss des Indelands. Seine Zuhörer honorierten den Lokalpatriotismus mit der ersten Rakete.

22 junge Cheering girls machten Werbung für gute Laune, akrobatische Tänze und den 1. FC Köln, was naturgemäß die sportlichen Lager im Saal ein wenig spaltete, den Frauen aber viel Beifall einbrachte. Den erntete auch das Kinderdreigestirn bei seinem sympathischen Auftritt.

Ganz leise Töne schlug Wicky Junggeburth an. Er erntete mit seinen hintersinnigen Beobachtungen viel Applaus. Da schunkelte dann auch der Elferrat. „Nix im Büggel äwwer aal joot drop”, sangen die „Höhner-Ableger” von der Kölsch Fraktion. Und wieder nutzten die Tischreihen die Gelegenheit zum Schunkeln.

Zum Wagnis geriet der Auftritt vom „Bergischen Jung” Willibert Pauels. Zum Ende seines Streifzuges durch die regionalen Eigenheiten in der Republik schaffte es der Büttenredner jedoch glaubhaft, der Tragik des Robert Enke eine humoristische Note beizufügen. Die Spannung löste sich in einem herzlichen Lachen.

Begeistert kochte der Saal, als Sitzungspräsident Frank Kutsch im Herrenballett die Bühne stürmte. Bei den diesjährigen lokalen Ausscheidungen waren sie nur Vierte geworden, in der Stadthalle wurden sie auf Anhieb die Lieblinge. Gleich zwei Zugaben forderten die volle physische Leistungsbereitschaft von Cockpit-Crew und Samba-Schönheiten.

Am Ende des Abends hatten auch die „Swinging Fanfares” aus Düsseldorf, die „Kalauer” und „Zollhuus Colonia” aus der Domstadt musikalisch für prächtige Unterhaltung gesorgt. Und Trompeter Jos war auch zufrieden. Er und seine Kollegen der Kapelle Ted Borgh hatten souverän im Hintergrund den Abend mit Tusch und Narhalla-Marsch begleitet.
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