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Michael Nobis freut sich auf haarige Pracht

Von: Gerd Simons
Letzte Aktualisierung:
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Sitzt, passt und braucht keine Luft: Michael Nobis erhielt von den Experten Ulrike Schilder und Horst Kallscheuer das Ehrentoupet. Die Laudatio war willkommene Pflicht für seinen Vorgänger, AZ-Redakteur Bernd Büttgens (rechts auf der Bühne). Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Michael Nobis ist neuer Träger des Herzig-Ehrentoupets der „Lustige Oecher Figaros”. Im Rahmen der 26. Gala-Sitzung im ausverkauften Eurogress wurde ihm der Ehrenpreis der närrischen Friseure durch den Vorsitzenden Hans Montag und Geschäftsführer Gerd Ramlow verliehen.

„Ich habe mich mit dem Gedanken zunächst sehr schwer getan, einen Fiffi zu tragen, aber als meine Frau Jutta mir gesagt hat, ich solle mich so akzeptieren wie ich bin, bin ich in mich gegangen und jetzt freue ich mich über den Preis und werde das Ehrentoupet der Figaros mit Stolz tragen”, blickt Nobis in seinen Dankesworten auf die harte Gewöhnungsphase zurück.

Er sei im Pontviertel aufgewachsen und seine Mutter sei immer in den Salon Kappes gegangen, um sich dort frisieren zu lassen. Er war immer so begeistert von den Fähigkeiten von Friseurmeister Kurt Kappes, der 93-jährig der Toupetverleihung bewohnte, dass er kurz darüber nachgedacht habe, selbst Friseur zu werden. „Aber Bäcker ist auch schön”, grinste Nobis, Inhaber der Traditonsbäckerei.

Schon vor der eigentlichen Verleihung des Toupets, das durch die Toupetspezialisten Ulrike Schilder und Horst Kallscheuer fachgerecht aufgelegt und justiert wurde, sorgte Vorjahrespreisträger Bernd Büttgens mit einer witzig-spritzigen Laudatio für viele Lacher. Er war irritiert darüber, wie verändert er, im Vergleich zum Vorjahr, mit seinem Toupet aussah und rief seinem Sohn im Publikum zu: „Benny, ich bin immer noch dr Papa. Ich trage heute das Toupet von Jürgen Linden, der verhindert ist.”

Büttgens, Redakteur unserer Zeitung, zählte die Vorteile eines Haarersatzteiles auf: „Es versteckt schwindendes Haupthaar, schmückt Dich, wärmt Dich und erinnert Deine Frau an längst vergangene Zeiten.” Der Preisträger des Jahres 2009 freue sich über seinen neuen „Bruder”: „Michael, Dir geht es mit dem Toupet wie dem Obama mit dem Friedenspreis - es kommt beides zu früh!” Bernd Büttgens stimmte ein Loblieb auf den „Oecher Jung” Michael Nobis an und bezeichnete ihn als waagemutigen Unternehmer, der, unterstützt durch seine 350 Mitarbeiter, Tradition und Moderne, wunderbar verbindet.

Karnevalistisch sei er ja auch vorbelastet. Er sei seit 11 Jahren Präsident des Karnevalsvereins der Bäcker, sei mit 22 Jahren Prinz Karneval von Aachen gewesen und zehn Jahre im Elferrat des AKV.

Die Verleihung des 26. Ehrentoupets der „Lustigen Oecher Figaros” war eingebettet in ein tolles und stimmungsvolles Karnevalsprogramm mit Stars des Oecher und rheinischen Frohsinns, mit dem sich Programmgestalter Hubert Geulen aus der Aachener Karnevalsszene verabschiedet: „Ich habe vor 26 Jahren die Figaros mitgegründet und ziehe mich jetzt zurück. 50 Jahre Karneval liegen hinter mir und ich möchte keine Sekunde missen.”

­Mit minutenlangem Applaus und Standig Ovations wurde Heini Mercks bedacht. Der Grand Signeur der Öcher Bütt feiert in diesem Jahr 50. Bühnenjubiläum. Zum neuen Ehrensenator der „Oecher Figaros” wurde Ole Melgaard ernannt.
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