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Mehr Kamelle als Schnee fallen in Vicht vom Himmel

Von: Desiree Müller
Letzte Aktualisierung:

Stolberg-Vicht. Wettergott Petrus hatte zumindest ein wenig Einsehen mit den Vichter Karnevalisten. Als sich der Umzug der KG „Närrische Lehmjörese” am Sonntagnachmittag in Bewegung setzte, kamen nur noch vereinzelte Schneeflocken vom Himmel.

Aber auch die hielten eingefleischte Karnevalisten nicht davon ab, das Beste aus der (Wetter-)Situation zu machen. Beim traditionellen Umzug durch den Ort regnete es nämlich nicht nur Schneeflocken, sondern auch Kamelle vom Himmel.

Es war ein buntes Bild, das sich den vielen Zuschauern auf den weiß eingeschneiten Straßen von Vicht bot. Die rot-weiß-blau Uniformierten der Karnevalsgesellschaft reihten sich perfekt in die vielen Kostümgruppen ein. Mit von der Partie waren von Vereinsseite aus die Prinzengarde, die Tanzmariechen, die verschiedenen Tanzgruppen, die KG-Frauen und natürlich der Elferrat. Ob zu Fuß oder auf einem der vielen Wagen - sie alle beglückten die Karnevalisten, die am Straßenrand den eisigen Temperaturen trotzten, mit Kamelle und Blumen.

Besonders die Kinder und Jugendlichen hatten ihren Spaß daran, den Zuschauern im Ort eine Freude zu machen. Von denen hatten einige ihr ganz eigenes Rezept gegen das Wetter mitgebracht beziehungsweise aufgebaut. An verschiedenen Ständen am Rande des Zugwegs schallte Musik aus den Lautsprechern und beim gemeinsamen Schunkeln und Tanzen konnte man dann die Kälte zumindest ein bisschen vergessen.

Dem standen auch die kostümierten Karnevalisten innerhalb des Zuges in nichts nach. Zahlreiche Dorfvereine und Gruppen aus den Nachbarorten hatten es sich nicht nehmen lassen, der KG „Närrische Lehmjörese” durch ihre Teilnahme ihre Aufwartung zu machen. Blumenmädchen, Cowboys und Soldaten waren nur einige der Kostüme, die man in Vicht zu sehen bekam. Und wer gedacht hatte, dass Karneval immer nur ein Zuckerschlecken ist, der wurde eines Besseren belehrt. Eine Gruppe kostümierter Männer zeigte beim Umzug richtigen Körpereinsatz und „musste” ihr Gefährt, eine Ente, selbst durch den Ort ziehen. Gute Laune verbreitete auch eine Gruppe Blumenmädchen, die mit ihren bunten Kostümen trotz Schnee zumindest sinnbildlich die Sonne in Vicht aufgehen ließen.

Zwar war der Narrenthron im Vichtbachtal auch in diesem Jahr unbesetzt geblieben - dies tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Silberprinz Willi Schnier nahm stattdessen beim Umzug den Platz auf dem Prinzenwagen ein und jubelte dem Narrenvolk begeistert zu.
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