Aachen - Mehr als nur ein jeckes „Warm up”: Carnevale 2011

Mehr als nur ein jeckes „Warm up”: Carnevale 2011

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
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Die Eschweiler Tanzgruppe „Op Zack” suchte bei ihrem Auftritt den „Schuh des Manitu”. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Es ist gewiss nicht alltäglich, dass an der Neuenhofstraße lautstark und bis in die Nacht hinein gefeiert wird. Dort, wo normalerweise Automobile zum Verkauf angeboten werden, bei BMW Kohl.

Doch einmal im Jahr verwandelt sich die Verkaufshalle in eine Bühne, auf der anstatt Pferdestärken die „Dancing Devils”, „De Hondsjonge” oder die „Crazy Diamonds” die Geschwindigkeit vorgeben. Richtig, die Zeit ist gekommen für das Casting der 14. „Carnevale”, der größten Fastelovvends-Party in der Region, die am 4. Februar in der Albert-Vahle-Halle an der Hubert-Wienen-Straße stattfinden wird.

Casting-Shows, na klar, gibt es heute zur Genüge, aber was soll das Veranstaltungsteam vom Aachener Karnevalsverein (AKV) schon machen, wenn sich für die maximal drei Siegerplätze ganze 133 Teilnehmer, aufgeteilt in acht Gruppen, bewerben? Außerdem: Bei allen berechtigten Wettbewerbsgedanken hat die Jury um das bewährte Moderatoren-Team Niki Küch und Jens Aretz wieder, wie sie selbst sagen, „eine familiäre und lockere Runde” organisiert, in der kleine und große, junge und junggebliebene Jecken ihr Karnevalstalent unter Beweis stellen können.

Gesucht werden selbstbewusste Gruppen, die Anfang Februar wie gewohnt vor rund 3000 Narren bei der „Carnevale”, die dann unter dem Motto „Carnevale im Carnewald” stattfindet, begeistern sollen. Wahrlich (k)ein Kinderspiel - und weit mehr als nur ein jeckes „Warm up” für die Session 2010/11.

Den Anfang machen die „Community Dancer”, eine Showtanzgruppe, die vorrangig bei Eurodance-Klassikern aus den 90er Jahren „ihr Leben leben will” und eine Zeitreise von der Einschulung bis zur ersten Midlife Crisis im Schnelldurchlauf hinlegt. Sie sind gewissermaßen die Eisbrecher, lautstark und mit perfekter Koordination gewinnen sie schnell die Herzen der Zuschauer.

Sowas kommt an beim Publikum. Moderator Küch, sichtlich beeindruckt, fällt dazu nur das Credo des Carnevale-Teams ein: „Jevvt Jas, wenn Ühr viere wellt!” Die „Galaxy Dancers” begeben sich derweil auf die Suche nach dem Ursprung des Lebens. Die Antwort geben auch sie rhythmisch auf eher flotte Weise, mit Pyramiden und kleinen Breakdance-Einlagen. Die Eschweiler Tanzgruppe „Op Zack” sucht bei ihrem Auftritt hingegen den „Schuh des Manitu” und stößt dabei auf so manchen tanzwütigen Indianer.

Zu guter Letzt geben sich die „Casting-Veteranen” der „Dancing Devils” und der „Crazy Diamonds” die Ehre, beide nehmen nach 2008 und 2009 einen neuerlichen Anlauf, bei der „Carnevale” als Show-Act dabei zu sein. Ob sie es (wieder) schaffen, die Jury von sich zu überzeugen?
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