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Matthis und Joana feiern Karneval für guten Zweck

Von: Carmen Krämer
Letzte Aktualisierung:
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Joana Ludwig und Matthis Krings hatten selbst die Idee, bei ihren karnevalistischen Auftritten für das Straßenkinder-Projekt von Misereor in Haiti zu sammeln. Seit drei Jahren schon spendet Matthis seine Patengeschenke für diese gute Sache und erhält jedes Mal von Misereor eine Spendenurkunde. Foto: C. Krämer

Konzen. Matthis Krings ist elf Jahre alt, Joana Ludwig ist zehn Jahre alt, und gemeinsam bilden sie das diesjährige Kinderprinzenpaar in Konzen. Wie alle Tollitäten gehen die beiden in diesen Tagen zu vielen närrischen Veranstaltungen. Prinzenempfänge, Kindersitzungen und Seniorennachmittage stehen ständig auf dem Programm.

Matthis I. und Joana I. verbindet jedoch nicht nur der Karneval: Gemeinsam haben sie sich die beiden Kinder zur Aufgabe gemacht, bei ihren Auftritten Geld für Opfer des Erdbebens in Haiti zu sammeln. Damit möchten sie das Projekt „Ausbildung für Straßenkinder in Haiti”, das von Matthis´ Patentante Astrid Kabolambi-Offermann betreut wird, unterstützen.

Die gebürtige Rohrenerin arbeitet für Misereor und setzt sich seit Jahren unter anderem für ein Haus in Port au Prince ein, das den vielen Straßenkindern verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten, einen Schlafplatz und warme Mahlzeiten bot.

500 junge Menschen verschüttet

Bei dem schweren Erdbeben Mitte Januar wurde auch diese Einrichtung komplett zerstört, und es wird vermutet, dass dabei rund 500 junge Menschen verschüttet wurden.

Matthis spendet schon seit drei Jahren das Weihnachtsgeschenk, das er von seiner Patentante bekommen würde, an dieses Projekt in Haiti. Er und Joana möchten mit dem gesammelten Geld nun beim Wiederaufbau des Gebäudes helfen, um auch zukünftig armen Kindern eine Unterkunft zu bieten: „Wir sind froh und dankbar, dass wir Karneval feiern können. Den Kindern in Haiti geht es nicht so gut wie uns und darum wollen wir ihnen mit unseren Spenden helfen”, sagt das Kinderprinzenpaar.

Die beiden stoßen mit ihrem Anliegen auf eine gute Resonanz. „Ein Kind hatte zehn Euro Taschengeld dabei und wollte sich eigentlich davon etwas zu essen kaufen. Aber es hat alles gespendet”, berichtet Matthis mit großer Dankbarkeit.

Mittlerweile sind schon rund 1000 Euro zusammengekommen, und die beiden hoffen, dass in den nächsten Tagen bis Aschermittwoch noch einiges dazukommt. Denn mit dem Geld, das mancher vielleicht für ein Bierchen ausgibt, kann man einem Kind in Haiti eine ganze Schulausrüstung finanzieren.

„Wir hätten nicht damit gerechnet, dass so viel zusammenkommt und möchten uns schon jetzt bei allen Spendern bedanken”, erklären die beiden und haben eine Hoffnung: Dass die Menschen, vor allem die Waisenkinder in Haiti schon bald wieder ein Dach über dem Kopf haben und eine Schule besuchen können - auch Dank der Spenden aus der Eifel, die Matthis und Joana gesammelt haben.
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