Eischwiele - „Löstijen Klaaf“: Ein Bildungsurlaub bei den Roten Funken

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„Löstijen Klaaf“: Ein Bildungsurlaub bei den Roten Funken

Von: ran
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Alle „rocken“ mit: Auch die honorigen Herren folgten während des „Löstijen Klaafs“ dem Beispiel von Prinz Patrick I. und Zeremonienmeister Michael und schalteten in den Tanzmodus. Foto: Andreas Röchter
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Fastelovends-Nachwuchs: Der 16-jährige Peter Prumbach sang beim Löstijen Klaaf „Für die Iwigkeit“ und holte die „Stääne“ vom Himmel. Foto: Andreas Röchter

Eischwiele. Es ist ein offenes Geheimnis: „Jeder Mann ist eine Perle, in dem schönen Funkenkorps.“ Der Wahrheitsgehalt dieser Aussage stand am Sonntagvormittag außer Frage, als sich zahlreiche honorige Herren unterschiedlichster Coleur zum „Löstijen Klaaf“ des Ehrenrats der KG Rote-Funken-Artillerie Eschweiler im Talbahnhof versammelten.

Der Ehrenratsvorsitzende Franz-Dieter Pieta präsentierte gemeinsam mit seinen Moderatoren-Kollegen Peter Herzog, Hermann-Josef Schmitz und Josef Gier ein kurzweiliges Programm, das den „erlauchten Kreis“ auf seine Kosten kommen ließ. Wobei es sich die Herren nicht nehmen ließen, auch dem weiblichen Geschlecht zu huldigen: Unter lautstarkem Applaus nahm Sylvia Fidalgo aus den Händen von Komitee-Präsident Norbert Weiland das „Goldene Stadtwappen“ entgegen.

„Sylvia Fidalgo hat als Tanzmariechen der Roten Funken Geschichte geschrieben und nach ihrer aktiven Karriere unzählige Tänzerinnen und Tänzer sowie Gruppen ausgebildet“, so die Begründung. Eine weitere große Ehre wurde Mathias Bohnen zuteil, der mit dem BDK-Orden in Gold mit Brillanten ausgezeichnet wurde.

Natürlich ließ es sich auch Prinz Patrick I. nicht nehmen, den „Perlen“ eine Audienz zu gewähren. „Wo wir hinkommen, herrscht ungeachtet des tatsächlichen Wetters Sonnenschein“, bedankten sich seine Tollität, Zeremonienmeister Michael und der gesamte Hofstaat für einen enthusiastischen Empfang. „Wir leben mit der Eischwiele Fastelovend Gemeinschaft vor“, unterstrich der Narrenherrscher, der von der Bühne auf ein buntes Bild mit Vertretern zahlreicher Gesellschaften sowie Gästen aus Wattrelos blickte.

„Selbst Jecke aus Aachen sind hier auf Bildungsurlaub“, so Prinz Patrick I. augenzwinkernd. Nachdem Franz-Dieter Pieta die für ihn vollkommen ungewohnte Erfahrung gemacht hatte, überstimmt zu werden, der Ehrenratsvorsitzende hatte nämlich „angesichts des Durchschnittsalters der Gäste“ für das ruhigere Prinzenlied „Heemat an dr Eng“ plädiert und durchaus „Gegenwind“ geerntet, „rockten“ Prinz und Zerm gemeinsam mit dem Auditorium beschwingt die Stadt.

Zuvor hatte das „Homburg-Duo“ mit Markus Homburg und Franz Kleinmann die honorige Gesellschaft mit Fastelovends-Evergreens und „Kamelle uss Kölle“ auf Touren gebracht sowie die Frage geklärt, ob eine Abstammung aus Düsseldorf „per se“ Sünde sei. „Sünde nicht, aber bereuen sollte man es schon“, seien sich zumindest die Kölner Pfarrer einig. „Annegret vom Wochenmarkt“ plauderte aus dem Nähkästchen über ihre Erlebnisse mit ihrer besseren Hälfte Häbäät. „20 Jahre verheiratet. Ist das nicht schön?“, so die Frage in Richtung des „Altarpräsents“, das die Antwort keinesfalls schuldig blieb. „Ja, das ist nicht schön!“.

Zum Abschluss erhielt dann der karnevalistische Gesangsnachwuchs die Gelegenheit, sein beachtliches Können unter Beweis zu stellen: Der 16-jährige Peter Prumbach aus Düren begab sich auf die Spuren der „Räuber“ und stimmte zunächst „Für die Iwigkeit“ an, bevor Ohrwürmer aus der „guten, alten Zeit“ sowie zeitgenössische Hits wie „Leev Marie“, „Stääne“ und der „kölsche Jong“ die Herrschaften von den Stühlen rissen.

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