Aachen - Kostbare Juwiele glänzen und funkeln

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Kostbare Juwiele glänzen und funkeln

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die 13, eher als Unglückszahl bekannt, genießt beim Kabarett „Öcher Nölde” einen ganz anderen Stellenwert.

„Juwiele uus 13 Johr”, wahre Schmuckstücke aus den Programmen der bisherigen Aufführungen, wurden am Samstag in der Aula des Einhard-Gymnasiums noch einmal zum Glänzen gebracht.

Wohl dem, der Juwiele hat. Die Öcher Nölde können sich glücklich schätzen, sie besitzen eine ganze Schatulle solcher Kostbarkeiten, die sie sich im Laufe ihres Bestehens erarbeitet haben. Da wundert es nicht, dass der Run „op die Juwiele” sehr groß war.

Beim Best-off-Abend, der kabarettistischen Hitparade, servierten die Nölde einen großartigen Mix aus Parodie, Gesang, Sketch, wahre Ohrwürmer, die den Geschmack der 700 Besucher trafen.

Echte, hochkarätige Juwiele hatten es ihnen besonders angetan, allen voran Manni der Huusmeäster (Manfred Savelsberg), Angelika Kutsch mit ihren Erlebnisse im Aldi und ihrem Song (begleitet von Willi Becker), Harald Brammertz (Aktiv altern), Conférencier Jan Savelsberg und die erstklassige „Combo Jazzlite” mit hervorragender Musik und Soloeinlagen.

Was die Textfabrik Savelsberg (Marlene, Jan und Manfred) an Schmuckstücken bühnenreif fabriziert hatte, fein geschliffen und zu Juwiele geformt, konnte sich sehen lassen.

E Hoddele sönd se komme (2020), Der Stadtrat (2003), Jesundheitsreform die 1. (1998), Minge Mann (2005/06), Komasaufen (2008), Kochen mit Bio (2005), Rheumadecken (2004), Altenheim 2069 (2009), Der tut nix (2004), Joghurtsong (2008), der Film „Du bist Aachen” (2006), Anonyme Aachener (2009), Wie jeäht et? (2002) glänzten Schlag auf Schlag.

Echte Juwiele-Renner waren aber „Aktiv altern”, wo Harald Brammertz als Rentner-Freak an der Börse zockte. Ein wahres Highlight lieferte Angelika Kutsch mit ihren köstlichen Aldi-Erlebnissen und dem frechen Song „Ich loss mich net an de Bross operiere.” Das war ein echter Knüller.

Hochkarätig wie immer dann „Manni der Huusmeäster” (Manfred Savelsberg) mit schier umwerfender Komik und schlagfertigen Bonmots, die er in gekonnter Manier bestens „verkaufte” und seinen Juwiele-Wert weiter in die Höhe trieb. Ein Platzhirsch unter den Nölde, wie man ihn seit Jahren kennt: „Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, dann steige ab.” Da stieg das Publikum in wahre Beifallsstürme ein. So auch beim Song „Berlusconi”, den Manni mit Sohn Jan in den Charts nach oben katapultierte.

Im Vorprogramm gab es auf der Leinwand Videomaterial mit zahlreichen Ausschnitten der allseits beliebten und verehrten Brigitte Becker zu sehen. Auch hier starker Applaus für die Grande Dame der Öcher Nölde.

Drei Stunden lang Kabarett vom Feinsten, wie man es von den Öcher Nölde gewohnt ist. Schlag auf Schlag, jede Nummer ein Juwiel, und das schon seit 13 Jahren. Da gab es bei den Besuchern kein Halten mehr, das Ensemble wurde mit Beifallsstürmen überhäuft.
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