Aachen - Kinderkarneval: Einen Promi-Faktor gibt es bei Julius I. nicht

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Kinderkarneval: Einen Promi-Faktor gibt es bei Julius I. nicht

Von: Nina Krüsmann
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Aachen. Nicht etwa der Auftritt im Berliner Familienministerium oder gar bei der Ordensverleihung „Wider den Tierischen Ernst“ waren die bislang größten Momente für Märchenprinz Julius I. „Die Fahrten im Bus, das Miteinander mit den anderen Kindern gefallen mir am besten“, sagt Aachens Nachwuchs-Narrenherrscher.

Viele Freundschaften sind in den vergangenen Jahren unter den Mädchen und Jungen entstanden, die während der Session mit einem großen Bus zu ihren 75 Terminen unterwegs sind. Tatsächlich ist der Arbeitsausschuss Aachener Kinderkarneval (Akika) wie eine große Familie: Ohne die Mütter, die ihre Söhne und Töchter begleiten, wäre der Auftrittsmarathon undenkbar. Und in vielen Familien wird die Liebe zum Karneval quasi vererbt. So auch bei Julius I. Sein Vater, Oberbürgermeister Marcel Philipp, war mehrfach im Hofstaat, und Opa Dieter war selbst einmal Märchenprinz.

Mutter Gabriele Philipp ist stets dabei, um ihrem Sohn zu helfen. Auch Vater Marcel ist in dieser besonderen Session noch mehr präsent als sonst. Einen Promi-Faktor beobachten die Eltern aber nicht. „Die Vereine wissen, dass ich als Vater dabei bin und nicht als Oberbürgermeister“, betont Marcel Philipp. Sohn Julius gibt sich währenddessen sehr souverän und rockt unter dem Motto „Vür sprenge met Kleng än Jrueß – öm Mönster än Stadthuus“ auf den Bühnen bei seinem Prinzenlied.

Bühnenauftritte sind für den Zehnjährigen nichts Neues. „Er hat ja bereits viel Erfahrung. Bereits seit vier Jahren steht er in den Figuren des Jägers, Teufels, Schatzmeisters und Tills als Hofstaatsmitglied des Kinderprinzen an dessen Seite“, erklärt Akika-Leiter Wolfgang Radermacher. Und nicht nur er. „Wir sind seit sieben Jahren mit der Akika-Familie unterwegs. Julius‘ Schwester Luisa tanzte von 2011 bis 2017 in der Kinderprinzengarde und im Tanzpaar“, erzählt Mutter Gabriele. Sie kümmert sich natürlich um den prinzlichen Ornat. „Strumpfhosen und Handschuhe gibt es natürlich mehrfach, aber nur einen Ornat“, erklärt sie.

„Der Auftritt auf der Eurogress-Bühne war natürlich ein ganz großes Erlebnis für Julius, als ihn die 4 Amigos auf die Bühne geholt haben“, erzählt Gabriele Philipp. Daneben sind es aber vor allem die Auftritte in Kindergärten und Schulen, die für den Märchenprinzen zählen. Im Kindergarten Mühlenberg an St. Jakob gibt es an diesem Nachmittag selbstgebastelte Luftballon-Orden als Dankeschön. „Hier bin ich selbst in die Kita gegangen, auch ein schönes Wiedersehen für mich mit meiner damaligen Erzieherin, die heute die Leiterin ist“, erzählt Mama Philipp.

Mit im närrischen Tross sind auch Carlotta Lauven und Greta Schmidt in der Garde. Für sie ist nach dieser Session Schluss, denn die Altersgrenze ist erreicht. „Unsere Kinder proben das ganze Jahr einmal in der Woche. Wenn dann alles perfekt klappt, ist das der schönste Erfolg“, erzählt Mutter Ellen Paulssen-Lauven.

Im Haus Hörn an der Ahornstraße ist der nächste Auftritt. Hier freut sich die Familie Lauven, dass Märchenprinz Julius I. der 82-jährigen Großmutter Elisabeth Lauven seinen Orden überreicht. „Elisabeth war Jahrzehnte im Karneval engagiert, organisierte lange mit ihren Elisabethinnen eine eigene Seniorensitzung“, erzählt Sohn Volker Lauven. Es geht familiär zu im Kinderkarneval, so auch zum Abschluss dieses Nachmittags. In der Altenresidenz an der Schillerstraße freut sich Steffi Diefenthal mit ihren Enkelkindern Gardistin Johanna und Noppeney Leo über den Besuch bei ihrer Mutter.

Höhepunkt – neben dem Kinderkarnevalszug – ist für jeden Märchenprinzen aber immer auch das Kinderkostümfest im Euro­gress. Auch dort macht Julius I. samt Hofstaat und Garde eine tolle Figur.

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