Aachen - Fastelovvend-Gala: Selbst gemacht ist immer noch am besten

Fastelovvend-Gala: Selbst gemacht ist immer noch am besten

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Das Beste aus den eigenen Reihen: Die Noppeneys begeisterten mit viel Witz und Liebe in der Erholungs-Gesellschaft. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Inmitten des närrischen Treibens mal eben nach Amerika? Für die Noppeneys kein Problem. Denn im Rahmen ihrer Fastelovvend-Gala in der Erholungsgesellschaft unter dem Motto „Die Noppeneys in Amerika“ nahmen sie die Besucher mit auf eine Reise ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Obernoppeney Dr. Rüdiger Schaller führte durch die Veranstaltung, bei der einmal mehr deutlich wurde, dass es den Noppeneys weder an Kreativität noch an Einfallsreichtum mangelt. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Karnevalssitzungen produzieren die Akteure traditionell das gesamte Programm innerhalb der eigenen Reihen. Von „außerhalb“ kam lediglich Prinz Mike I. mitsamt seinem Hofstaat, der direkt zu Beginn mit seinem Prinzenlied für Stimmung sorgte.

Allerdings wäre auch die närrische Majestät selbst angesichts der lauten Jubelrufe vor Neid erblasst, denn als die „Noppeney Dancer“ die Bühne betraten, war allen im Raum klar, dass es gerade die mit viel Liebe und Witz entwickelten Showpunkte der eigenen Mitglieder sind, die begeistern. So stellten die Gardeherren sowohl ihren gekonnten Hüftschwung unter Beweis, als auch ihr Textgefühl.

Passend zum Motto erhielten amerikanische Songs wie beispielsweise „Surfin‘ USA“ Einzug ins Programm. Doch nicht nur die Noppeney-Männer, auch die Vereinsdamen – die „Noppinellas“ – präsentierten ihre tollen Choreographien und schafften es, mit „Pferd und Sinfonie im Wassergraben“ zwei Disziplinen zu vereinen.

Und – natürlich unausweichlich wenn man über Amerika spricht: Donald Trump. Der Präsident samt Gattin Melania ließ es sich nicht nehmen, „persönlich“ ein paar Worte an die Öcher Narren zu richten. „America first“? Das war einmal. „Noppeneys first“ lautete die neue Devise.

Josef und Marie Flusenbeutel witzelten als „Rosenmontagszugbeauftragte“ über die liebenswürdigen Eigenarten der Noppeney-Mitglieder. Denn Vereinsleben schön und gut: Wenn es um die Anmeldung zum Rosenmontagszug geht, kommt es darauf an, wer sich zuerst und mit wie vielen Familienmitgliedern anmeldet. Notfalls wird eben die Kelly Family adoptiert.

Ebenfalls wichtig für die Organisation: Für Teilnehmer mit Rollatoren werden eigens Ordner am Wegesrand benötigt. Bei den mit einem Augenzwinkern zu verstehenden Sketchen fühlte sich keiner der Anwesenden auf den Schlips getreten. Lauter und langanhaltender Applaus zollte von fröhlichem Lob.

Überhaupt zeigten die Noppeneys einmal mehr, dass ihre Fastelovvend-Gala nach wie vor eine ganz individuelle, niveauvolle und mit viel Herzblut organisierte Sitzung abseits der kommerziellen Feiern ist.

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