Aachen - Einzige Penn-Rakete startet für Paul Pooetz

Einzige Penn-Rakete startet für Paul Pooetz

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Elegante Hebefiguren: Das neue Marketenderpaar der Penn, Nadine Staerk und Frank Radermacher, wurden von den 1400 Zuschauern im Eurogress begeistert gefeiert. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. 153 Jahre sagt die stolze Stadtgarde Oecher Penn bereits dem Griesgram den Kampf an. Und mit Bravour setzte sie diese Strategie jetzt bei ihrer Großen Penn-Sitzung im Eurogress fort.

1400 kostümierte Öcher Jecke wurden Augenzeugen, wie die Penn-Soldaten, Fähnriche und Offiziere auf der Bühne vor einem Tor der alten Stadtmauer Quartier bezogen. Dieses neue Bühnenbild mit acht Meter hohen Mauern ist ein Meisterstück des Wagenbau-Teams, das in 1200 Stunden errichtet wurde.

„Schnallen Sie sich fest und machen Sie mit!”, wandte sich ein bestens aufgelegter Penn-Kommandant Jürgen Brammertz an das Publikum, und der Penn-Spielmannszug vom Heimatecho Steckenborn beflügelte mit einem beschwingten Stimmungsliedermedley die Penn-Familie zu guter Laune.

Geheimnisse lassen sich schwer verbergen. So erlag auch der Kommandant der Versuchung und gab bekannt, dass im Spätsommer Jürgen von der Lippe nach Dr. Jürgen Linden, Dr. Wendelin Haverkamp, Dieter Philipp und Jürgen Beckers zum fünften Träger des Pegasus-Ordens der Neuzeit gekürt wird.

Mit Jubel wurde das neue Marketenderpaar Nadine Staerk und Frank Radermacher gefeiert. Lebensfreude pur zeigten sie bei ihrem Tanz mit vielen eleganten Hebefiguren. Die Handschrift ihres Trainers Peter Schnitzler war auf Anhieb zu erkennen. Er trainiert seit 30 Jahren die Marketenderpaare der Penn - diesmal auch erstmals die spektakuläre Penn-Show „Musik ist Trumpf”, die zu einer musikalischen Zeitreise in die 70er Jahre entführte.

Mit sich steigerndem Witz plauderte Winfried Kretzer als „Hausmann von nebenan” über die traute Zweisamkeit von Mann und Frau. 1400 rote Leuchtbällchen wippten im Takt bei „Dat es Oche”, dem neuesten Hit der Originale, die ohne „Bommelmütz” nicht von der Bühne gelassen wurden.

Eine Zeit der Gefühle für os Heämetstadt war bei den 4Amigos angesagt. Gradmesser für das Fastelovvendsfieber im Saal waren die Hofstaatdamen, die mit Wunderkerzen den Song: „Vür Öcher lieben das Leben” begleiteten und bei Paul Pooetz mit „Nessun dorma” - wie alle im Saal - total ausrasteten. Für ihn wurde die einzige Rakete des Abends gestartet.

Mit „Hurra, tsching-bumm” wurde der Freundschaftsbesuch der Prinzengarde mit Tollität Dirk IV. und seinem Hofstaat angekündigt. Die Hofstaatdamen mauserten sich nun zu „Herzdamen des Prinzen”. Vor der alten Stadtmauer präsentierte die Prinzengarde ihren legendären Drei-Bein-Tanz und das neue Tanzpaar Jennifer und Elmar, das (trotz Verletzung) inzwischen seinen eigenen Stil der Eleganz gefunden hat.

Tollität aber tanzte mit seinem Prinzenballett „Samba open Rues”. Einen humoristischen Volltreffer nach dem anderen landete Jürgen Beckers mit seiner Rede, und nun wissen die Aachener auch, dass er erneut Vaterfreuden entgegensieht.

Beim Grande Finale mit den 3 Colonias um Mitternacht stand alles auf den Stühlen, 1400 Penn-Fähnchen winkten, Ballons purzelten herab und ein herrliches Feuerwerk aus Luftschlangen rundete das Vergnügen ab. Im Foyer wurde anschließend mit „Night in Paris” bis in den frühen Morgen getanzt.
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