Schmidt/Lammersdorf - Ein Prinz und erstmals ein Dreigestirn

Ein Prinz und erstmals ein Dreigestirn

Von: ale/avl
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Helmut Loch, Andreas Breuer und Frank Heck (v.l.) herrschen nun über die Schmidter Narren, die sich am Samstag restlos begeistert zeigten. Foto: Lauscher/van Londen

Schmidt/Lammersdorf. Einen Abend voller Überraschungen hatte die KG „Schmedter Grieläächer” für Samstag versprochen. Damit hatte sie nicht übertrieben. Im Saal des Schützenhofs ging es Schlag auf Schlag mit munteren Darbietungen in einem Gute-Laune-Programm.

Bis auf den letzten Sitz- und Stehplatz war der Saal gefüllt. Schön anzusehen waren die Minis der KG und das Tanzmariechen Lara mit ihren flotten Tänzen. Erste Überraschung: Es hielt ein Kinderprinz Einzug! Mit lautem Jubel wurde Leon I. begrüßt. Der zehnjährige Leon Heck machte seine Sache sehr gut. Das Tanzpaar Hannah und Ronja verblüffte mit einer tänzerisch tollen Leistung, und die Kleine Garde zeigte viel Talent und wurde mit starkem Applaus belohnt.

Zweite Überraschung: Gut gebaute Männer tänzelten in karibisch-bunten Kostümen herein. Die Alten Herren des TuS brachten den Saal zum Kochen. Mamasita und Coco Jumbo, diese Rhythmen hauten so richtig rein, das ganze Volk klatschte. Und was die heißblütigen Herren da auf der Bühne vollbrachten, war ein Tanz voller Witz und Lebensfreude und mit wunderschönen Formationen. Das hätte ihnen keiner zugetraut. Der tosende Beifall galt den tollen Tänzern und ihren beharrlichen Trainerinnen, Birgit Breuer und Claudia Stollenwerk.

Das war noch längst nicht alles. „Spannung” ist nicht der passende Ausdruck für die Stimmung einer Aufgeregtheit, der Mutmaßungen und Gerüchte, die in den letzten Tagen über Schmidt lag. Nach neun Jahren ohne Tollität sollte man wieder einen Prinz Karneval gefunden haben.

Und dann kündigten Gerd Dick und Elke Wergen, die durchs Programm führten, einen Knüller an: „Das hat Schmidt noch nicht gesehen!Ó Wie mögen sie sich wohl gefühlt haben, vor ihrem triumphalen Einzug, die Drei, die nun herbeigeklatscht wurden? Jungfrau, Bauer und Prinz - zum ersten Mal in Schmidt. Der unbeschreibliche Jubel wollte kein Ende nehmen, das Bad in der begeisterten Menge durften die Drei in tiefen Zügen genießen. Jungfrau Helmine, das ist Helmut Loch; Bauer ist Frank Heck, und der strahlende Prinz ist Andreas Breuer, genannt „Kräusel”.

Die sind nicht auf den Mund gefallen, sangen ihr „eigenes” Lied und machten den Närrinnen und Narren in Schmidt richtig Laune auf die Session. „Dass der Karneval ein für allemal ein fester Bestandteil unseres Dorflebens wird”, versprach Prinz Andreas II. Und dem Wirt Kurt legte er ein wichtiges Gebot auf: In den Damentoiletten ist für ihre Lieblichkeit ein Urinal anzubringen. Er ließ die Zuhörer auch wissen, dass genau vor einem Jahr die Entscheidung gefallen sein, dieses Dreigestirn zu bilden.

Die Auftritte befreundeter Garden aus Froitzheim, Lichtenbusch, Kesternich und Höfen rundeten das Programm ab. An den eigenen, überaus begabten Tanzgarden erfreuten sich die KG und das Publikum. Alina, eine Ausnahmeerscheinung, war auch wieder da mit einem atemberaubenden Solotanz, und die Cheerleader versprühten Charme. Wenn die Session hält, was ihre Eröffnung verspricht, dann kann man sich in Schmidt noch auf einiges gefasst machen. Für den Karnevalszug am Samstag, 13. Februar, können sich noch Teilnehmer anmelden, und zwar unter www.kg-schmedt.de.

Unter großem Jubel und mit einem bombastischen Einmarsch lüfteten die Lammersdorfer das Geheimnis um ihren neuen närrischen Herrscher. Unter dem Motto: „Sinkt auch das Piratenschiff, Prinz Peter I. hat Laimisch fest im Griff”, trat Peter I. (Wollgarten) flankiert von Page Doris (Läufer) und Mundschenk Thaddäus (Michael Schweizer) seine Regentschaft an. Für den begeisterten Hobby-Eisenbahner geht damit ein langersehnter Wunsch in Erfüllung. Seit gut zehn Jahren gehört er zum harten Kern der Karnevalsfreunde Lammersdorf und ist damit längst, als Helfer der ersten Stunde, zu einer wichtigen Stütze des Vereins geworden.

„In den letzten Tagen vor seiner Inthronisierung suchte ich ihn vergebens. Vier Tage verbrachte er mehr oder weniger im Festzelt und sorgt mit dafür, dass mit der Technik auch alles klappt. Wenn er nicht dort war, dann baute er in unserer Garage Schaltschränke für die Festzelt-Elektronik”, lacht seine Ehefrau Petra.

Die hat nicht nur Verständnis, sondern ist eigentlich mitverantwortlich dafür, dass die ganze Familie Wollgarten dem Fastelovend-Virus verfallen ist. So sie saß bei der Proklamation selbstverständlich, ganz mit Herz und Seele, zwischen den Frauen der Elferräte. Auch ihre beiden Söhne, gehören im zarten Alter von 17 und 19 Jahren schon zu den aktiven Kräften der Laimischter Bessemsbenger (Weißröcke). Prinz Peter I., ein echter Lammersdorfer, hat aber neben dem Fastelovend immer noch ein wenig Zeit zu verschenken. Er engagiert sich seit vielen Jahren auch als Trainer der Bambini des TuS Lammersdorf.

Um die hübsche Pagin Doris rankt sich eine schöne, jecke Geschichte. Der ehemalige Prinz Josef (Läufer) lernte die Mülheimerin im und über den Karneval kennen und ehelichte sie, nachdem er sie von der Ruhr nicht nur für den Lammersdorfer Fastelovend „importierte”. Mit seinem Mundschenk Thaddäus (Michael Schweizer), hat Peter I. einen weiteren ehemaligen laimischter Prinzen an seine Seite.
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