Deiters

Ein knackiges Prinzenspiel

Von: Jan Mönch
Letzte Aktualisierung:
pripro_bu
Alwin I. (Fiebus) pellte sich beim kurz-knackigen Prinzenspiel im ausverkauften Eurogress aus einem Zombie-Kostüm. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Es gibt mit Sicherheit dankbarere Aufgaben, als im Anschluss an die 4 Amigos die Bühne zu entern. Und nachdem das Quartett um Uwe Brandt im Eurogress einmal mehr restlos abgeräumt hat, fährt der zu diesem Zeitpunkt noch designierte Karnevalsprinz Alwin Fiebus dementsprechend schweres Geschütz auf: Das Intro aus Michael Jacksons Klassiker „Thriller” erklingt, passend dazu wanken die aus dem Videoclip bekannten Horrorgestalten ins Rampenlicht.

Wandlungsfähig hat der Hofstaat sich schon den ganzen Abend über präsentiert. Mit einem zwar ausgesprochen kurzen, dafür aber knackigen und effektvollen Prinzenspiel wird dem Ganzen zu vorgerückter Stunde die Krone aufgesetzt - und dem stadtbekannten Gastronom die Prinzenmütze nebst Kette und Zepter.

Zuvor allerdings tummelt Alwin Fiebus sich mit allerlei Fledderfratzen, dem ein oder anderen Meuchler aus der Schundfilmgeschichte sowie nett anzusehenden Damen vor den 1400 Augenpaaren im ausverkauften Eurogress. Die linker und rechter Hand im Saal postierte Stadtgarde Oecher Penn quittiert„s mit einer Salve aus dem Konfettigewehr, der neue AKV-Präsident und bei der Proklamation als Co-Moderator agierende Werner Pfeil fragt mit Überschwang ins Rund: „War das nicht ein tolles Prinzenspiel?”

Wie aus dem Ei gepellt

Eine rhetorische Frage, die das Fastelovvendsvolk guten Gewissens bejahen kann. Denn der vom AKV so wie früh selten offiziell bekannt gegebene Spaßmonarch präsentiert sich den Untertanen nun von seiner zotteligen Zombiekluft entledigt und auch sonst in jeder Hinsicht wie aus dem Ei gepellt.

„Das wär zu schön um wahr zu sein”, jubiliert Prinz Alwin I., der im Rahmen der Veranstaltung auch fleißig Pommes Frites verteilt, in den höchsten Tönen - und vergrößert als erste Amtshandlung seinen Hofstaat um einige Ehrenmitglieder. Oberbürgermeister Marcel Philipp wird zum Adjutanten ernannt, Werner Pfeil zum Schmied. Und auch den AKV-Getreuen Patrik Hoesch, Dietmar Werner und Horst Wollgarten wird die unerwartete Ehre zuteil.

Nicht vergessen werden freilich die bereits bekannten Hofstaatler, die sich ebenso wie ihr Prinz aus ihrer Monstermontur schälen müssen. „Zeigt euch, ich will alles sehen”, ordnet die frisch gebackene Tollität an.

Das wollen wir auch, Alwin!

In zwei Monaten wird Prinz Alwin I. (Fiebus) an Aschermittwoch Zepter, Kette und Prinzenmütze wieder ablegen müssen. Bis dahin steht ihm selbstverständlich sein Hofstaat treu zur Seite.

Dieser setzt sich zusammen aus Adjutant Georg Cosler (42), Leibgardist Harald Boug (45), Bauer Ralph Cleef (35), Mundschenk Herbert Kauhsen (57), Hofbaumeister Guido Paffendorf (46), Hofmarschall Gustl Brammertz (61), Schängchen Robert Schröder (43), Rittmeister Michael Meinolf (45), Hofkutscher Wilfried Mandelartz (41), Till Eulenspiegel Matthias Erforth (54), Zahlmeister Thomas Ebert (40) sowie Schmied Rainer Basner (40).

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert