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Draußen rieselt Schnee, drinnen fliegen Kamelle

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Einmal mit den Zöpfen wackeln, und alles liegt Pippi Langstrumpf zu Füßen.

Eschweiler. Zwei „ganz traurige Mitteilungen” hatte Heinz Meuter, Rektor der Eduard-Mörike-Schule, für die vielen Kinder und Erwachsenen, die sich Donnerstagvormittag in der Eingangshalle seiner Grundschule in Eschweiler-Ost drängten. „Nicht nur, dass unser Karnevalszug ausfällt. Auch Prinz Marco kann nicht kommen.”

Prinz samt Gefolge, so hieß es am Donnerstagvormittag, hingen in der Donnerberg-Kaserne im tief verschneiten Stadtwald fest. Der pausenlos rieselnde Schnee war auch der Grund dafür, den Kinderzug in Ost abzusagen. Mit teilweise doch sehr dünnen Kostümen und Schuhen über die glatten Straßen und durch den tiefen Schnee - das wollte der Schulleiter den Kindern nicht zumuten. Auch wenn einige tapfere Gruppen von Zuschauern am Zugweg warteten, ob nicht doch der bunte Kinderzug komme.

Stattdessen wurde in der Schule gefeiert. Sich selber gegenseitig mit Luftschlangen und Kamelle zu bewerfen ist doch genau so schön! Für den Karnevalsprinzen musste Bürgermeister Rudi Bertram als Ersatz einspringen. Er eröffnete gegen 9.30 Uhr offiziell den Kinderkarneval in Eschweiler-Ost, dankte allem Beteiligten von Schule, Musikzügen, Pfarrgemeinderat und sonstigen fleißigen Organisatoren, und wandte sich dann sorgenvoll in Richtung Presse: „Nun schreibt nicht, dass ich hier Ersatzprinz bin, sonst muss ich noch beim Karnevalskomitee antreten!”

Alle Musikzüge, die sich angesagt hatten, waren auch in der Schule und musizierten, dass sich einige Kinder die Ohren zuhielten: soooo laut sind Trompeten aus 50 Zentimetern Entfernung? Unglaublich. Die „Braatschköpp” waren da, der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr, die Fanfarentrompeter aus Nothberg und natürlich die „Löstijen Eischwiele Afrikaner” in ihren phantastischen Kostümen. Sie machen seit vielen Jahren bei dem Kinderzug in Eschweiler-Ost mit.

In phantastischen Kostümen zeigten sich auch viele Kinder. Prinzessinnen in wallenden bunten Kleidern gab es reichlich, auch Indianerinnen und Cowboys, Polizisten und Gauner, Ritter und Burgfräulein, Katzen und Schmetterlinge, Punks und Blumenkinder. Sie alle feierten vergnügt und ausgelassen im Warmen und Trockenen.

Kommentar aus Elternmund: „Wir stellen die Schule auf den Kopf, renoviert wird ab Aschermittwoch.”
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