Düren - Die Stadt Düren steht ohne Karnevalsprinz da

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Die Stadt Düren steht ohne Karnevalsprinz da

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:

Düren. In der Stadt Düren fehlt ein Karnevalsprinz für die kommende Session. Jedenfalls noch.

Bei der Jahreshauptversammlung des Festkomitees Dürener Karneval am Donnerstagabend in der Festhalle Birkesdorf sollte ein neuer Narrenherrscher gewählt werden. Im Vorfeld zog aber Winni Schmitz seine Kandidatur zurück.

Helmut Porschen, der bei der Sitzung aus beruflichen Gründen nach sechs Jahren Amtszeit nicht mehr als Präsident des Festkomitees kandidiert hat: „Wir haben uns in den letzten Wochen intensiv um ein neues Prinzenpaar bemüht. Aber wir sind nicht fündig geworden. Die meisten wollen aus wirtschaftlichen Gründen nicht.”

Winni Schmitz, Ehrenpräsident der KG „Jüzzenije Plüme”, hatte seinen Hut wohl auch in den Ring geworfen, weil seine Gesellschaft in der kommenden Session ihr 55-jähriges Bestehen feiert.

„Wir haben unsere Kandidatur aber verschoben”, so Schmitz. „Ich habe mich in meiner Firma von meinem Partner getrennt und meine Tochter wird in Gürzenich Kinderprinzessin. Das geht nun einmal vor. Beruflich und auch privat muss einfach alles perfekt laufen, wenn man Karnevalsprinz sein möchte. Aber vielleicht stehen meine Frau und ich nächstes oder übernächstes Jahr zur Verfügung.”

Auch Brigitte Capune-Kitka, die sich in der Karnevalsgesellschaft „Kruuschberger Funken” engagiert, weiß, dass es immer schwieriger wird, einen Karnevalsprinzen zu finden.

„Zum einen kostet es sehr viel Geld, Prinz zu werden. Und auch die Gesellschaften haben viele Aufgaben zu schultern, wenn sie den Prinzen stellen.” 25.000 Euro muss in Düren ein Karnevalsprinz mit Hilfe seiner KG aufbringen. Capune-Kitka: „Das können ganz viele nicht. Die Wirtschaftskrise ist auch beim Karneval angekommen.”

Schon im vergangenen Jahr, so die Dürenerin, hätte man überlegt, auf einen Prinzen zu verzichten. „Klar würde es dem Karneval dann an Glanz fehlen. Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass die Prinzenproklamationen und auch die Prunksitzungen immer schlechter besucht sind.”

Helmut Porschen ergänzt: „1991 hatte Düren schon einmal keinen Prinzen. Damals haben wir uns bewusst wegen des Irakkrieges dagegen entschieden. Vertreter des Festkomitees sind damals zu den Sitzungen gefahren. So was ist sicherlich wieder vorstellbar. Genau so ist es aber möglich, dass sich noch ein Prinzenpaar findet, das dann zu einem späteren Zeitpunkt offiziell gewählt wird.”

In Sachen Kinderprinz ist der Dürener Karneval übrigens bestens aufgestellt: Yannik Heisinger von der KG „Löstige Jonge Birkesdorf” wird dieses Amt ab November übernehmen.
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