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Der Kinderkarnevalszug sprengt alle Grenzen

Von: Anneliese Lauscher
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„Das wurde aber auch Zeit”, meinte Dürens Kinderkarnevalsprinzessin Nina-Marie I. (Mitte) fröhlich, als ihr Bürgermeister Larue (r.) den Schlüssel freiwillig überreichte. Foto: Anneliese Lauscher

Düren. Düren stand kopf. Ein farbenprächtiger Zug voller Musik und gut gelaunter Menschen bewegte sich für zwei Stunden durch die Innenstadt: der Kinderkarnevalszug. Er sprengte alle bisher da gewesenen Dimensionen: 2126 Teilnehmer, davon 1661 in Uniform, insgesamt 61 Gruppen.

Sie waren aus Düren und den umliegenden Orten gekommen, aber auch aus der Voreifel hatten Karnevalsvereine den Weg nicht gescheut. Der blaue Himmel strahlte mit den Jecken um die Wette, als der Zug sich durch die Kölnstraße in Richtung Markt bewegte, wo sich die meisten Zuschauer eingefunden hatten. Schnell wurde ein Platz in der Sonne gesucht, die Musiker von „Määt nix” hatten schon mit Stimmungsliedern für ein Aufwärmprogramm gesorgt.

Michael Linn, „Erfinder” des Kinderzuges, ergriff die Gelegenheit, allen Sponsoren zu danken, dass man „die paar Pinunze” zusammenbekommen hat. Gemeinsam mit Tobias Porschen kommentierte er das Defilee der bunten Gruppen. Bürgermeister Paul Larue nannte den Kinderzug „eine närrische Rakete, die nun zum Selbstläufer geworden ist”. Auf dem Bühnenwagen traf dann auch die Prominenz ein: Prinz Uli I. und Prinzessin Katharina I. mit dem Festkomitee.

Warm eingepackte kleine Jecken schreien für die Kamelle

„Kamelle, Kamelle” schrieen die warm eingepackten kleinen Jecken am Straßenrand. Praktischerweise steckten manche von Kopf bis Fuß in einem warmen Tierkostüm. Tiger, Hasen und Frösche liefen einem über den Weg, in einem Wägelchen saß sogar ein Känguruh.

Sehr vielseitig war die musikalische Untermalung, da wurden Märsche gespielt und Karnevalslieder, die Rhythmusformation „Ps Quentes” machte ihrem Namen alle Ehre: „Heiße Füße” bedeutet ihr Name. Mit ihren Perkussions-Instrumenten und ihrer fröhlichen Show brachten sie auch die Füße der Zuschauer zum Hüpfen.

Kindergärten und Schulen bildeten große Gruppen, die sich fantasievoll verkleidet hatten, die Südschulkinder kamen beispielsweise von einer Weltreise: Mexikaner, Inder, Texaner, Südseeinsulaner, Ägypter und Japaner schienen sich prächtig zu verstehen.

Immer voller wurden die Taschen der Zuschauer. Doch dann kam Kinderprinzessin Nina-Marie I. (Kertz) auf ihrem prunkvollen Wagen. Mit Unterstützung ihrer Pagen warf sie Bälle und Süßigkeiten unter das jubelnde Volk, die Kamelle prasselten nur so auf ihre Untertanen herab.

Wenn so viele Kinder wissen, wie das geht mit dem fröhlichen Straßenkarneval, dann können die Dürener Narren gelassen in die Zukunft blicken.

Die Rathausschlüssel gehen an die Kinder

Im Rathaus hatte zuvor Nina-Marie I. (Kertz) den Rathausschlüssel aus den Händen von Bürgermeister Paul Larue übernommen. Diese Zeremonie, verbunden mit einen fröhlichen Fest, fand dieses Jahr zum ersten Mal statt. „Das wurde aber auch Zeit”, meinte die Prinzessin keck, als sie den großen Schlüssel in Händen hielt. Und: „Jetzt habe ich wohl die ganze Macht über Düren.”

Mit ihrem Lachen steckte sie danach alle an. Das kleine Programm durfte sie sich von einen Thron aus anschauen. Es gab Berliner, Muzen, Hotdogs in Hülle und Fülle. Der Musikzug der Grieläächer (27 Personen) marschierte mit Pauken und Trompeten ein, Ulrich I. und Katharina I. (Schmeding) huldigten der Kinderprinzessin, und es gab eine tolle Polonaise zur Musik vom Standesbeamten Dietmar Jordan.

Im Rathaus traten auf: die „Rurzicken”, die Jüzzenije Plüme mit einem Showtanz, Veronique Reimer, das Kinder-Prinzenpaar aus Rommelsheim Leo I. und Roxana I. (Olbrück) und der Kinderprinz aus Mariaweiler, Dennis I. (Krüger) sowie das Tanzpaar aus Mariaweiler Oliver Pütz und Pia Kunkel.
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