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Büttenrede mit schnellen Schreinerarbeiten

Von: ng
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Spontan baute die Stimmungsband „Mennekarather” ihr Equipment im Mittelgang des Festzeltes auf, die Akteure stiegen auf die Stühle und brachten die Jecken in beste Partystimmung. Foto: Gottfroh

Linnich. Ganz neue „Bühnenerfahrungen” haben die Mitglieder des AKV bei ihrer großen Prunksitzung gesammelt. Ganz traditionell begann die Kostümsitzung mit dem Einmarsch des Elferrates und der karnevalistischen Kräfte. Bei der Eröffnung des karnevalistischen Treibens auf der Bühne geschah jedoch das Unverhoffte.

Ein dumpfes Krachen erfüllte die Luft, für eine Sekunde verloren Elferrat, gestandenen Kerle der Linnicher Stadtgarde und ihre Tänzerinnen, der Spielmannszug und die Tanzgarden des AKV den Boden unter den Füßen. Verwirrt blickten die Karnevalisten ins Publikum, bis langsam klar wurde, was passiert war. Nicht die Erde, sondern die Bühne hatte dem närrischen Treiben nachgegeben, der hintere Teil der Konstruktion war einen guten Meter abgesackt.

Die Verwirrung wandelte sich bei den meisten schnell in lautes Gelächter. Das Szenario war für den AKV eine ärgerliche Panne, aber die Linnicher Karnevalisten nahmen es mit Humor.

Die herbei gerufene Feuerwehr kümmerte sich prompt um Schadensbehebung, während das Programm am vorderen Bühnenteil ungehindert weitergehen konnte. „Manni der Rocker” ließ sich über PS und Promille aus, zu seinen Füßen machte sich die Freiwillige Feuerwehr an die Begradigung der windschiefen Bühne.

Musik von den Stühlen herab

Da ein solches Malheur auch von den fähigsten Kräften nicht im Handumdrehen aus der Welt zu schaffen war, mussten auch die „Mennekrather” auf einen Bühnenauftritt, nicht aber auf´s Musikmachen verzichten. Spontan bauten die 15 Bandmitglieder ihr Equipment im Mittelgang des Festzeltes auf, im Herz der Jecken. Und wie nicht anders zu erwarten steppte im Festzelt bald der Bär.

Mit Karnevals-, Schlager- und Stimmungshits brachte die Band den Saal zum Kochen und heizten den bunt kostümierten Jecken so lange ein, bis die Feuerwehr die Bühne repariert hatte und Sitzungspräsident Peter Leufen lachend verkündete: „Die Konstruktion ist jetzt stabiler als vorher”.

Endlich konnte dann auch Solotanzmariechen Julia Havertz übers stabile Holz wirbeln. Tänzerische Glanzpunkte setzte auch die AKV-Garde mit Show- und Gardetänzen. Vor allem aber die Einlage der Stadtgarde mit ihren drei Mariechen, die neben akrobatischen Flugeinlagen tolle Hebefiguren zeigten, wurde vom närrischen Publikum bejubelt.

Natürlich ging es auch in der „Bütt” hoch her. Lachsalven feuerte das Original Toni Schunck ab. Er war eigens aus den Welzer Alpen angereist und strapazierte die Lachmuskeln. Als Garant für gute Laune zog er mit viel Witz die Linnicher durch den Kakao.

Kein Auge trocken blieb auch bei „De Stroßefäjer” und dem Bauchrednerduo „Fred von Halen mit Aki”. Eine beeindruckende und mitreißende Show legten die Regimentstrompeter Eschweiler hin. Die Bigband animierte zum Mitmachen, und bald schwangen die Narren das Tanzbein.

Beim großen Finale erklang das AKV-Vereinslied, und diesmal hielt die Bühne der jecken Belastung stand. So beendeten die Linnicher einen Abend, der mit einiger Aufregung sein fröhliches Ende gefunden hatte.
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