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Biebesse sollen schnelles jetzt Geld beschaffen

Von: P. St.
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Als Schneewittchen und die sieben Zwerge trat das Team der Monschau-Touristik im Monschauer Ratssaal auf. Ihrer Geschäftsführerin Margareta Ritter hatte die Gruppe einen Spiegel geschenkt und wunderbar dazu gedichtet: „Keiner ist so schön wie Schneewittchen - außer unsere Magga Rittchen.” Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Im Schneetreiben entstieg die Karnevalsgesellschaft Biebesse Höfen dem Bus vor der Stadtverwaltung, und mit eiligen Schritten hatte man bald das Zentrum der Macht erreicht.

Die Mitarbeiter im Monschauer Rathaus leisteten am Donnerstag keinerlei Gegenwehr und öffneten dem Bus voller Jecken die Türen, denn nur drinnen ließ bei sich eisigen Temperaturen feiern.

Da erhob sich auch keinerlei Widerspruch. „Rathaus im Glück - Unser Einzug in ein neues Leben” lautete in Anlehnung an eine Fernsehserie das doppelsinnige Motto am Altweiberdonnerstag. Im Rathaus wird derzeit so einiges umgebaut, und für Bürgermeisterin Margareta Ritter war es die erste Schlüsselübergabe als Verwaltungschefin.

Mit allem was die KG Biebesse an Personal aufzubieten hat und ihrem Erkennungslied „Wir sind die Biebesse” brachte die Truppe Stimmung ins Haus und nahm Aufstellung auf der eigens errichteten Ratssaalbühne.

Oberbauarbeiter Björn Schmitz vom „Rathaus im Glück-Team” freute sich über die große Zahl von gut gelaunten Mitarbeitern und Gästen, und ebenso über die Verstärkung durch das Konzener Kinderprinzenpaar. „Wir gaben den Schlüssel gerne her”, ging Schmitz jedem Konflikt mit dem Höfener Dreigestirn aus dem Wege. Gegen diese Regelung hatte auch Biebesse-Präsident Bernd Pontzen nichts einzuwenden, selbst wenn er sich „auf einen harten Kampf” eingestellt habe. Da über die einzige KG im Monschauer Stadtgebiet verfüge, stehe ja auch außer Frage, wer für die nächsten fünf Tage die Macht an sich ziehen werde.

Taktisch klug verhielt sich auch Bürgermeisterin Margareta Ritter, mit Schärpe und Orden stattlich dekoriert. Statt langer Verhandlungen und Kompetenzgerangel übergab sie den Biebessen nicht nur temporär das Sagen sondern auch die Verantwortung für das Schicksal der Stadt. So erwarte sie, dass bis Aschermittwoch die Brandstelle an der Sägemühle Rohren in Ordnung gebracht werde; auch solle die KG endlich mit dem Abriss der Schwimmhalle beginnen, „damit man sieht, dass sich etwas tut” und schließlich möge man eine Konzept aufstellen, „wie wir das alles bezahlen sollen.”

Eine weitere zur Erledigung anstehende Aufgabe der KG sei die „Beruhigung der Waldfraktion in Höfen” und die Einbringung eines konkreten Vorschlages, „wo wir die zwei Millionen Euro herzaubern sollen.”

KG-Präsident Bernd Pontzen versprach zwar, „wohlwollend” die Aufgaben zu betrachten, „aber eigentlich haben wir in den nächsten Tagen etwas ganz anders vor.”

Wie diese Vorhaben aussehen, zeigte sich anschließend auf der Rathausbühne, wo die beiden Mariechen Diana Roder und Nora Pontzen einen schwungvollen Tanz präsentierten. Ein karnevalistisches Programm, vor allem getragen durch die Aktivposten des Altstadt-Karnevals, ließ die Stimmung rasch steigen, auch als Trixi Reichardt Einblicke in das Rathaus im Glück ermöglichte, wie sie nur an einem Tag wie heute möglich sind.
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