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„Bei der Verwaltung hört der bald auf”

Von: sh
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Musik und Klamauk: „Labbes on Drickes” wissen, was ihre Zuschauer wollen. Foto: Stefan Herrmann

Rüh. Röthgen, Röhe. „Die ersten beiden Buchstaben sind schließlich gleich. Und wir haben hier einfach einen wunderbaren Raum zum Feiern gefunden”, ging Ulrich Goerres regelrecht das Herz auf, als seine Blicke durch das Röher Pfarrheim schweiften. Die Röthgener Garde hatte den kleinen Saal prächtig in Grün und Gelb, den Farben der 22. und damit jüngsten Eschweiler Gesellschaft, geschmückt.

So stand einem bunten karnevalistischen Frühschoppen also nichts mehr im Wege. Auch wenn die Gardisten derzeit etwas kleinere Brötchen backen müssen, ihr kurzweiliges Programm konnte sich sehen lassen und wartete mit einigen Größen der Eischwiele Fastelovend auf. Vorneweg natürlich lag es an Prinz Karneval 2010, das närrische Eis am „frühen” Sonntagmorgen zu brechen.

Für „Hubba Bubba” eine seiner leichtesten Übungen. Morgengymnastik mit Marco hieß daher die prinzliche Weisung, und alle machten mit. Zu seinen Karnevalhits schunkelten und sangen die Jecken fleißig mit und brachten den Kreislauf richtig in Schwung. „Ich bin mir sicher: Bei der Verwaltung hört der bald auf und singt dann auf Mallorca”, geriet Goerres ob der Sangeskunst des Regenten glatt ins Schwärmen.

Zum Dank für die tolle Audienz Seiner Tollität holte der Garde-Präsident schließlich den ganzen Stolz der kleinen Gesellschaft auf die Bühne. Kindertanzmariechen Monique Bulmann verzückte mit ihrer tollen Darbietung nicht nur das Narrenvolk im Pfarrsaal, sie verdrehte auch Prinz Marco und Zeremonienmeister Hans-Willi im Handumdrehen den Kopf. Bützjen und Prinzensticker zur Belohnung waren da Ehrensache.

Die Roten Funken stehen für höchste karnevalistische Qualität „Made an de Eng”. Sie zaubern nicht nur immer wieder Bilderbuchprinzen aus dem Hut, sondern schicken auch wahre Büttenasse ins Fastelovendsrennen. So wie „Labbes on Drickes”. Michael Henkel und sein kongenialer Partner Guido Streußer bieten ihrem Publikum genau die Zutaten, die man für einen gelungenen Büttenvortrag braucht.

Mit Witz, Musik und Klamauk treffen die Beiden stets ins Schwarze. Wenn Labbes seinen umgedrehten Regenschirm für Hunde präsentiert, stolz an seinen Opa, den Kriegshelden und „Ritter von Nazareth” erinnert und abschließend drei Sekunden Aufmerksamkeit für das Lied über Drickes Liebesleben einfordert, stehen die Narrensäle regelmäßig Kopf.

Nicht minder beliebt und auch bei der Röthgener Garde zu Gast war Alfred Wings, der als Büttenbarde „Der Lange” für Lacher sorgte. Musikalisch gaben das Trommler- und Pfeiferkorps Eschweiler Röhe, der Spielmannszug Schwarz-Rot, „Stabelsjeck” und die „Inderebellen” auf der Bühne Vollgas. Nicht nur für die Frauen ein Hingucker war das Männerballet der KG Onjekauchde.

Und als Garde-Präsident Ulrich Goerres zum Abschluss auf die Uhr blickte, konnte von einem „Frühschoppen” schon lange nicht mehr die Rede sein. Klein und fein heißt schließlich nicht kurz und langweilig. Im Gegenteil: Die Röthgener Garde tischte in Röhe einen wahrhaft schmackhaften Fastelovendschmaus auf.
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