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Bei „Carnevale” geht es zu wie auf der Reeperbahn

Von: Jan Mönch
Letzte Aktualisierung:
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In der Albert-Vahle-Halle ging die Post ab: Aachens größte Fastelovvendsfete „Carnevale” zog massenhaft junges Publikum in die Soers. Rund 2700 Jecke wurden gezählt. Foto: Leah Hautermanns

Aachen. Auch wenn die Temperaturen mittlerweile milder sind, war mancher Jeck am Freitagabend auf Nummer sicher gegangen. Dickbepelzte Wikinger, Prollos in wärmedämmenden Jogginghosen, kälteresistente Eisbären: Kostüme waren bei der Carnevale wie immer Pflicht, denn auch deswegen ist und bleibt die Sause ein Erfolgsprojekt.

Und bei der 14. Auflage der größten Fastelovvendsfete im plattsprachigen Raum dominierten an den Leibern der jungen und junggebliebenen Narren ganz eindeutig winterfeste Spaßmonturen.

Zu den Junggebliebenen darf man die 4 Amigos zählen, die zu früher Stunde als Anheizer die Bühne enterten. „Das Stück eben hieß ,Viva Colonia. Das passt überhaupt nicht zu uns”, stellte Uwe Brandt fest und stimmte den Hit „Wejjl vür va Oche send” an. Und kurz und knackig ließe sich der gesamte Abend mit einem weiteren Amigos-Titel zusammenfassen: „Vür fiere Öcher Karneval”.

Also alles beim alten? Nicht ganz. Die, siehe oben, überwiegend mollig warmen Kostüme hatten ihren Grund. Die eisige Kälte hatte bei der Carnevale im vergangenen Jahr in den Markthallen Liebigstraße nicht nur dem Garderobenteam einen arbeitsarmen Abend beschert, sondern auch die Treue der freizügiger Kostümierten einer echten Belastungsprobe ausgesetzt.

Die Veranstalter mussten handeln: Die Runde mit der unkarnevalistischen Pechzahl 13 übersprang man kurzerhand, für Carnevale Numero 14 wurde die Rückkehr in die Albert-Vahle-Halle (Sportpark Soers) vollzogen.

Das diesjährige Motto „Carnevale goes Kiez” an der Hallendeko erkannte allerdings nicht jeder auf Anhieb. Machen rote Scheinwerfer etwa schon eine Reeperbahn? Ein Mitarbeiter vom Team Carnevale klärt auf: „Sieh dich doch mal um. Hier sind nur fröhliche Leute unterwegs.” Das kann man allerdings gelten lassen.

Der von den 4 Amigos angekündigte Karneval jedenfalls wurde auf der Öcher Reeperbahn nach dem altbewährten Carnevale-Konzept gefeiert: Das Moderationsgespann Jens Aretz und Niki Küch ließ auf Showblock Partyblock folgen und auf Partyblock Showblock.

Konkreter: Die DJs Michael Mind und Uli Mekers sowie 2700 tanzende Jecken wechselten sich ab mit Gästen wie Prinz Dirk IV. samt Hofstaat und Prinzengarde, den Galaxy Dancers und den belgischen Hondsjonge. Und wie geschaffen für das Treiben in der Albert-Vahle-Halle: Die Jungs und Mädels von TN Boom, die für heruntergeklappte Kiefer und Zugabeforderungen sorgten.

Umzug geglückt? Irgendwie war es ja fast zu befürchten: Den nicht so freizügig Kostümierten in der närrischen Schar war es in der bestens beheizten Halle doch ein wenig zu warm. Allerdings überhaupt kein Grund für schlechte Presse. Nur das Garderobenteam hatte mehr zu tun als im vergangenen Jahr.
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