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Auf die „Afrikaner” ist auch das Komitee stolz

Von: mic
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Die Kindertanzgruppe der KG Ulk aus Kelmis tanzte sich mit Szenen aus „Mary Poppins” in die Herzen der Zuschauer. Foto: Michael Cremer

Eschweiler. Mit ihrer ersten Sitzung überhaupt begingen die „Löstigen Eschweiler Afrikaner” (LEA) am Samstag ihren 22. Geburtstag, und diese Feier hatte es in sich. Zum närrischen Jubiläum bot die KG im proppenvollen Saal des Burghofs ein karnevalistisches Feuerwerk mit vielen Höhepunkten - und das bei freiem Eintritt.

Mit 2 x 11 Jahren ist man als Karnevalsgesellschaft gerade erst „flügge”, doch was die „Afrikaner” auf die Beine gestellt hatten, konnte sich wahrlich sehen lassen. Lange hatten die Mitglieder der KG, die 1993 als 21. Gesellschaft in das Karnevalskomitee aufgenommen worden war, ihrer großen Sitzung entgegen gefiebert. Als sich am Samstag der Saal langsam aber sicher füllte, waren die letzten Zweifel wie weggeblasen: Das konnte nur richtig gut werden.

Beim großen Einmarsch, den die eigene Musikgruppe schmissig untermalte, hielten die „Afrikaner” schon die erste Überraschung bereit: Nicht in ihren farbenprächtigen Kostümen, sondern „in zivil” - mit blauem Hemd und Krawatte - zogen sie auf die Bühne.

Für den gewohnten Schuss Exotik sorgten diesmal die „Frechener Negerköpp”. Gemeinsam mit ihren Eschweiler Freunden schwangen sie in afrikanischem Outfit zu Samba und dem „Fliegerlied” die Hüften.

Auf der liebevoll gestalteten Bühne folgte nun ein Höhepunkt auf den nächsten. Neben den Büttenreden, unter anderem von Scharwachmüssje René Külzer und dem „Penner”, alias Jonas Wintz von den Bösen Buben, sowie den Stimmungsliedern der Inde-Singers, waren es vor allem die Tanzeinlagen, die die Besucher faszinierten.

So hatte die KG Kirchspiel Lohn mit der Gardetanzgruppe und der Tanzgarde „The Lightnings” gleich zwei Formationen nach Röthgen geschickt, die einmal „klassisch”, ein andermal als gruselig-schöne Fledermäuse zu Hits von Michael Jackson beeindruckende Darbietungen zeigten.

Geradezu begeistert waren alle im Saal vom Auftritt der Kindertanzgruppe der KG Ulk aus Kelmis. Vor mitgebrachter Kulisse und in wunderschönen, selbst genähten Kostümen tanzten die Kinder Szenen aus „Mary Poppins”. Mit ihrer furiosen Mischung aus Tanz und Akrobatik spielten sie sich in die Herzen der Besucher, die sich mit tosendem Applaus für die grandiose Vorstellung bedankten.

Dieter Heinen, Präsident und 1. Vorsitzender der „Löstigen Afrikaner”, der ebenso galant wie gekonnt durch den Abend führte, freute sich am Samstag über Abordnungen vieler KGs.

Zwei Gesellschaften waren im großen Tross gekommen. Die KG Ulk Oberröthgen um Präsident Heinz Michael Raby erfreute Gastgeber und Gäste mit fulminanten Auftritten von Mariechen Janine Kronenberg, ihrem Tanzpaar Stefanie Paul/Andreas Lammertz, den „Shining Dance Stars” und der Jugendgruppe (als „Flammen” zu heißen Techno-Beats) sowie mit schmissiger Musik vom Spielmannszug Bergrath.

Einer der Höhepunkte war zweifellos der Besuch von Prinz Marco I., der gemeinsam mit „Zerem” Heinz-Willi und dem Prinzentross für mächtig Stimmung (und Bewegung) sorgte. Bei seinen Ohrwürmern „Su lang de Eng noch immer Wasser hät”, „Funke Hubba Bubba” und dem „Danz für kleine Lüh” hielt es keinen mehr auf den Sitzen. Dieter Heinen war hin und weg: „Dat es ene Prinz, dat han isch noch nie erleäv.”

Komplett vertreten war die Lustige Reserve, die, angeführt von (Komitee-)Präsident Norbert Weiland, einen Programmblock präsentierte. Tanzmarie Sarah Jungbluth, das Tanzpaar Cindy Jumpertz/Andreas Oleff und die Showtanzgruppe ernteten für ihre fulminanten Darbietungen viel Beifall.

Und beim Auftritt der Husarentanzgruppe „De Burgmüssjere” stockte den Zuschauern ein ums andre Mal der Atem. Da reichte die Deckenhöhe so gerade eben noch aus.

An diesem Abend gab es viele Auszeichnungen. Die „Afrikaner” verteilten Orden, und die Gastgeber selbst erhielten Orden und Geschenke en masse. Die KG ehrte auch eigene Kräfte, darunter Ute und Sandra Heinen, Markus Temmers und eben Dieter Heinen, der von seiner Gesellschaft einen großen Ehrenkrug für 22-jährige Präsidentschaft überreicht bekam.

Das größte Lob hatte Norbert Weiland parat, der sich im Namen des Komitees an die Gastgeber wandte: „Wir sind stolz, eine so bunte und wunderbare Truppe unter uns zu haben.”
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