Simmerath - Als wären die 80er nie so ganz zu Ende gegangen

Als wären die 80er nie so ganz zu Ende gegangen

Von: breu
Letzte Aktualisierung:
4832952.jpg
Der zwölfte Kraremann-Orden der KG Sonnenfunken wurde am Samstag bei der ersten Kleinen Sitzung im Saal Wilden an Verena Hermanns (Zweite von rechts) überreicht. Foto: Kornelia Breuer

Simmerath. Der Saal Wilden war am Samstag bis auf den letzten Platz besetzt. Die KG Sonnenfunken hatte zur ersten Kleinen Sitzung eingeladen und ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Höhepunkt dieser Sitzung ist traditionsgemäß die Verleihung des Kraremann-Ordens an Menschen, die sich um die KG verdient gemacht haben.

Nach dem Einmarsch der kompletten KG-Mannschaft begrüßte Stefan Hass die Akteure und Gäste. In gewohnt unterhaltsamer Art führte er durch das weitere Programm. Die Prinzen- und Ehrengarde wurden für einen gelungenen Tanz mit reichlich Applaus belohnt und gab die gewünschte Zugabe: einen Tanz, den die Tänzer selbst a cappella mit Gesang begleiteten. Die Band „Die Schwallköpp“ aus Hergenrath brachten die Jecken im Saal mit ihren kölschen Liedern in Stimmung.

Während des Auftritts nahm das Dreigestirn seine Plätze auf der Bühne ein und Bauer Wilfried übernahm die weitere Moderation. Er dankte den Schwallköpp mit einem dreifachen Alaaf und kündigte die „EPG“ an. Die ehemaligen Prinzen der Sonnenfunken treten alljährlich in „körperbetonten Kostümen“ auf und Bauer und Publikum waren gespannt, was sie sich diesmal haben einfallen lassen.

Mit lautem Trommelgetöse marschierten schwarz-weiß gekleidete Männer mit zu Trommeln umfunktionierten Spießbütten auf die Bühne. Die entsprechende Beleuchtung ließ alle weißen Stellen leuchten und die folgende Darbietung erinnerte an die bekannte „Blue Man Group“.

Christian Haas, „ne janz normale Jeck“ stieg unter viel Jubel in die Bütt. Gekonnt trug er seine Meinung zum Dorfgeschehen und zur Dorfpolitik vor. „Ich habe ein Paket geschnürt, wie ihr wisst bin ich ja bei der Post beschäftigt, und der ein oder andere muss sich nicht wundern, wenn er sich darin wiederfindet.“ Sein Vortrag wurde aufmerksam vom Publikum verfolgt und nach der Zugabe mit einer dreifachen Rakete belohnt.

Das Dreigestirn, Prinz Michael, Jungfrau Gerda und Bauer Wilfried erläuterten mit Wort und Gesang, wie sie zu diesen Ehren gekommen sind. Sie führten eine Zwischenbilanz zur Erfüllung der „11 Gebote“ auf und zeigten sich mit dem Ergebnis bisher sehr zufrieden. Prinzenmariechen Isabel Haas legte einen akrobatischen Tanz zu Ehren des Dreigestirns auf die Bretter.

Die Marketenderinnen der Prinzengarde versorgen diese im Laufe der Session immer mit viel Engagement und haben sich wohl einen Urlaub verdient. Von New York über München und Köln bis zurück in die Eifel, wo es doch am schönsten ist, stellten sie in bunten Kostümen und den passenden Liedern eine Reise um die Welt dar.

„Da Knubbelisch vum Klingelpütz“ war aus Köln angereist und nachdem er sich in der Bütt kundig gemacht hatte, ob „man mit üch kölsch kalle kann“, zeigte er unter Einbeziehung des Publikums und des Dreigestirns die hohe Kunst der karnevalistischen Rede.

Stefan Hass stellte anschließend eine junge Frau vor, die seit 1998 Mitglied der KG ist, seitdem ist sie als Tänzerin aktiv und seit 2001 trainiert sie die Prinzengarde und –Mariechen. „Sie leistet viel für den Verein und hat ihn nach vorne gebracht.“

Bisher wurden elf Kraremann-Orden verliehen. Verena Hermanns erhielt nun aus den Händen des Vorsitzenden Thorsten Gerards den zwölften Orden, die entsprechende Urkunde und einen Blumenstrauß.

Mit dem gelungenen Auftritt des Gefolges, das die 80er Jahre mit ihren Stars und Hits in Bild, Ton und Tanz aufleben ließ, erfüllte das Gefolge ein weiteres Gebot. „Et wor zum Kriesche schön. Wir sind stolz, ein solches Gefolge zu haben“, kommentierte der Prinz den Auftritt.

Auch die letzte Nummer des Abends war ein Augenschmaus. Die Showtanzgruppe „Sugar Babes and Boys“ zeigte in den passenden Kostümen eine schwungvolle Rock´n Roll Show. Man sah den jungen Tänzern an, dass ihnen diese „alten Rhythmen“ riesig Spaß machen und diese Freude sprang auf das Publikum über. Mit dem Finale, zu dem noch einmal alle Beteiligten auf die Bühne kamen, endete ein gelungener karnevalistischer Abend.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert