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4500 Jugendliche feiern vor dem Rathaus Weiberfastnacht

Von: Ingo Latotzki
Letzte Aktualisierung:
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4500 feierten gestern Weiberfastnacht vor dem Dürener Rathaus - weitgehend friedlich und ohne Glas. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Irgendwann am Nachmittag steht Thomas Flossdorf inmitten Tausender Menschen und sagt: „Ich bin glücklich.” So viel sei in den letzten Jahren versucht worden und jetzt, jetzt endlich, „haben wir ein Konzept, das funktioniert.”

Das Thema Glasbruch habe sich erledigt, sagt Flossdorf, der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses.

In der Tat bietet sich ein anders Bild. Während in der Vergangenheit der Rathausvorplatz in Düren zu einem Meer aus Scherben wurde, war er Donnerstag weitgehend frei von zerbrochenem Glas. Die umfangreichen Kontrollen rund um den Platz fruchteten; Sicherheitsleute sorgten dafür, dass keine Glasbehälter in die Feierzone eingeschleust wurden.

Und auch bei den Jugendlichen selbst schien das neue Konzept auf Akzeptanz zu stoßen. „Das viele Glas war mehr als störend”, sagte Marcel Nipprath, 16, aus Langerwehe. „Wenn jetzt einer fällt, kann er sich wenigstens nicht mehr an Scherben verletzen.”

Genau das war, unter anderem, das Ziel von Ordnungsamt und Polizei. Jürgen Blumenthal, Einsatzleiter der Feuerwehr, bestätigte in einem ersten Fazit: „Wir haben keine Schnittverletzungen.” Ein positives Fazit zogen auch Polizeidirektor Thomas Dammers und Karl-Heinz Adels, Leiter des Dürener Ordnungsamtes. „Ein völlig anderes Bild”, urteilte Adels, während Dammers die „grundsätzlich geringe Zahl an Verletzten” hervorhob.

Rund 4500 Jugendliche feierten in den Spitzenzeiten vor dem Rathaus, bis zum späteren Nachmittag musste die Polizei rund 40 Personen aus dem Verkehr ziehen.

Freilich musste das Deutsche Rote Kreuz zwischenzeitlich ein zweites Zelt aufbauen, um Betrunkene zu behandeln. Binnen 90 Minuten musste das DRK 20 Unverbesserliche behandeln, „das haben wir bisher in dieser kurzen Zeit noch nicht erlebt”, sagte Josef Bünten vom Roten Kreuz.

Ansonsten hatte der Tag wie immer begonnen. Mit einem bunten Programm wurde der Straßenkarneval auf dem Marktplatz eröffnet; die Stimmung war gleich prächtig, das Wetter spielte mit, was wollte es mehr, das närrische Herz?

Paula Schütz führte mit Humor durchs Programm, während Bürgermeister Larue feststellte, dass es auch auf dem Bühnenwagen erstmals eine Absperrung geben würde. Womöglich eine Sicherheitsvorkehrung, damit niemand von den Brettern kippte. Mit dabei Kinderprinz Tobias I., Prinz Rolf II. und jede Menge Musik und Büttenreden.
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