Aachen - Karlspreis: Der neue Sprecher hatte seinen ersten „Arbeitstag”

Karlspreis: Der neue Sprecher hatte seinen ersten „Arbeitstag”

Von: Alfred Stoffels
Letzte Aktualisierung:
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Neuer Karlspreis-Sprecher: Alt-OB Jürgen Linden.

Aachen. Jürgen Linden ist wieder Mitglied des Karlspreisdirektoriums - und gleich als dessen Sprecher. Gut zwei Monate lang gehörte er, nach seinem Ausscheiden aus dem OB-Amt, dem Gremium nicht an, Montag war quasi sein erster „Arbeitstag” in neuer Funktion.

Und der verlief relativ unspektakulär, am Sitz der Karlspreis-Stiftung im Haus Matthéy ging es erst einmal um Regularien. Doch in knapp zwei Wochen steht schon ein ganz wichtiger Termin an: Das Direktorium geht in Klausur, um den Preisträger 2010 auszusuchen.

Auf der Liste stehen die üblichen Verdächtigen, von Köhler, Horst über Genscher, Hans-Dietrich bis Sarkozy, Nicolas. Doch diesmal wird es wohl auch eine Art Grundsatzdiskussion darüber geben, wie man den Karlspreis zukunftsfest macht und welche Impulse er überhaupt noch aussenden kann/will. Damit soll die Kritik aufgegriffen werden, die der Bundespräsident bei der 60-Jahr-Feier in relativ deutlicher Form geäußert hat - was die „Ornamentik” des Karlspreises angeht, aber insbesondere, wie er auf Fragen und Probleme der jungen Menschen in Europa reagiert.

Normalerweise wird der neue Preisträger bereits im Dezember gekürt, doch mit Rücksicht auf den Amtsantritt des neuen Direktoriumssprechers zum Jahresbeginn wurde der Termin ein wenig verschoben. Ob man Mitte Januar mit einem Namen dienen kann, ist noch nicht gewiss, aber Bernd Vincken, Geschäftsführer der Karlspreis-Stiftung, ist guter Hoffnung, „dass wir bis Christi Himmelfahrt jemanden gefunden haben”.

Auch Linden sagt, „wir stehen nicht unter Druck”; fürs Rahmenprogramm könnte der Zeitplan allerdings etwas enger werden als üblich. An den Beratungen des Direktoriums nimmt ab sofort Hans-Gert Pöttering teil, ehemaliger Präsident des Europaparlaments und aktueller Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung. Er löst Wilhelm Staudacher ab, der ebenfalls für die Adenauer-Stiftung tätig war und auf eigenen Wunsch aus dem Direktorium ausgeschieden ist.

Auch Prof. Walter Eversheim ist nicht mehr dabei. Der langjährige Repräsentant des Karlspreises beschränkt sich auf einen Sitz im Stiftungsrat; offiziell verabschiedet wird er am 14. Januar bei einem Empfang im Weißen Saal des Rathauses. Laut Eversheim ist Europa „ ein bisschen im Tief”, nicht zuletzt wegen der Vorgänge beim Klimagipfel in Kopenhagen. Die Europäer hätten zwar versucht, das Beste draus zu machen, seien aber gegen Chinesen und US-Amerikaner nicht durchgedrungen. Immerhin: „Wir haben mit einer Stimme gesprochen” - und so müsse es unbedingt bleiben.
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