Jean-Claude Trichet bringt die Familie mit

Von: Achim Kaiser
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Informierten über den aktuellen Stand der Dinge in Sachen Karlspreisverleihung: Claudia Wellen, OB Marcel Philipp, Jürgen Linden und Bernd Vincken (v.l.) Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Mit seiner gesamten Familie reist der designierte Karlspreisträger Jean-Claude Trichet am Mittwoch, einen Tag vor der Verleihung des Internationalen Karlspreises, direkt aus Paris an.

Neben seiner Gattin sind auch seine beiden Söhne samt Partnerinnen dabei. „Viel Zeit, sich im Hotel zu erholen, hat er nicht”, sagt Oberbürgermeister Marcel Philipp.

Am Nachmittag ist der Karlspreisträger 2011 bereits ab 15 Uhr zu Gast in der RWTH. Im Kármán-Auditorium (Fo4) wird der 68-Jährige einen kurzen Vortrag halten und anschließend mit den Studierenden diskutieren.

Gast auf der Katschhofbühne

Gegen 16.20 Uhr soll der Zentralbankchef einen kurzen Abstecher ins Rathaus zum Europa-Forum machen, ehe er sich um 19.30 Uhr dann erstmals der Aachener Öffentlichkeit zeigt: Auf der Katschhofbühne wird er bis 20 Uhr unserem Chefredakteur Bernd Mathieu Rede und Antwort stehen. Anschließend beginnt die große Party mit der Aachener Band Senor Torpedo.

Zeitgleich wird die Familie Trichet in der Aula Carolina am Abend das Karlspreis-Diner genießen. Vielversprechend die Speisefolge: Zu rosa gegarten Kalbsfleischtranchen mit Thunfischcreme, Rucolasalat und gerösteten Pinienkernen wird zudem S.E. Herman van Rompay, Präsident des Europäischen Rates, die sogenannte „Dinner Speech” halten. Als Hauptgang folgen gebratenes Filetsteak vom La Morocha Rind, Spargelgemüse und Kartoffeln aus dem Ofen. Als Dessert werden lauwarme Törtchen von weißer Schokolade mit Rhabarber- beziehungsweise Erdbeer-Chutney und Vanillerahmeis serviert.

Rund 850 Persönlichkeiten aus aller Welt werden am Donnerstag, 2. Juni, an den Feierlichkeiten im Krönungssaal teilnehmen - darunter ist auch José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, der die Laudatio auf Jean-Claude Trichet halten wird. Angesagt haben sich ebenfalls die ehemaligen Preisträger Jean-Claude Juncker, Felipe Gonzàles Márques, Leo Tindemans, Simone Veil und Franz Vranitzky.

Erwartet werden auch Finanzminister Wolfgang Schäuble, Umweltminister Norbert Röttgen, NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sowie die NRW-Minister Guntram Schneider, Angelica Schwall-Düren, Hans-Gerd Pöttering, ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments sowie der frühere Bundespräsident Horst Köhler. „Unsere Gästeliste kann sich sehen lassen, der Krönungssaal hat seine Obergrenze erreicht”, sagt OB Philipp. Die Nähe zu den Bürgern will der Franzose nach dem Festakt noch einmal suchen. Gegen 12.45 Uhr will er mit OB Philipp und Jürgen Linden, Sprecher des Karlspreisdirektoriums, zur Katschhofbühne gehen, ehe er gegen 13.20 Uhr in der Aula Carolina der Hauptgast beim Abschlussempfang ist.

Bereits am Dienstag, 31. Mai, wird zum vierten Mal der Europäische Karlspreis für die Jugend verliehen. Zu dieser besonderen Ehrung werden Jugendliche aus allen 27 EU-Mitgliedsländern erwartet. Dabei wird unter anderem Professor Dr. Jerzy Buzek, Präsident des Europäischen Parlaments, einen Preisträger aus den Gewinnern der nationalen Wettbewerbe auszeichnen.

Traditionell einen Tag vor der großen Feier, am kommenden Mittwoch, steht das Karlspreis-Europa-Forum auf dem Programm. Im Rathaus diskutieren unter anderem John C. Kornblum, ehemaliger Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Berlin, und Gerhard Hofmann, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken.

„Ins Schwarze getroffen”

Mit der Wahl von Jean-Claude Trichet als Karlspreisträger 2011 habe das Direktorium der Karlspreisstiftung gezielt ein Zeichen setzen wollen - für den Euro und für mehr Gemeinsamkeit. „Mit der Wahl des Preisträgers haben wir in diesem Jahr so richtig ins Schwarze getroffen”, ist Linden überzeugt: „Von diesem Karlspreis werden Signale ausgehen.”

Ob die auch Europa erreichen? Bislang hat sich nur ein TV-Team aus Spanien akkreditiert. Die übrigen rund 100 Medienanfragen kamen allesamt aus Deutschland.
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