Kerpen - Tagebau-Betroffene fordern Sitze in Kommission für Kohleausstieg

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Tagebau-Betroffene fordern Sitze in Kommission für Kohleausstieg

Von: gego
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Der Tagebau in Inden ist wohl den meisten in der Region ein Begriff. Tagebau-Betroffene fordern jetzt Sitze in der geplanten Kommission zum Kohleausstieg. Foto: Jansen

Kerpen. Ein Bündnis aus Braunkohlekritikern hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in einem offenen Brief daran erinnert, in der neuen Kohlekommission mitreden zu wollen. Im Koalitionsvertrag der großen Koalition wurde die Gründung einer Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ festgelegt, sie soll in Altmaiers Ministerium angesiedelt werden.

Laut Koalitionsvertrag sind explizit „Akteure aus (...) betroffenen (...) Regionen“ als Mitglieder vorgesehen. Dennoch heißt es in dem Brief: „Uns empört (...), dass bei den sozialen Fragen des Kohleausstiegs die Stimme der Tagebaubetroffenen bislang kein Gehör findet. (...) Geben Sie uns die Möglichkeit, in der Kohlekommission die Zukunft und Perspektiven unserer Regionen mitzugestalten.“ Der Brief wurde auch von der Initiative „Buirer für Buir“ initiiert, die für den Erhalt des Hambacher Forstes kämpft. Er ist von weiteren Initiativen, kirchlichen und kommunalpolitischen Vertretern aus den drei deutschen Braunkohlerevieren unterzeichnet.

Eine Anfrage unserer Zeitung mit der Bitte um Stellungnahme zu dem offenen Brief ließ Altmaiers Sprecherin am Freitag unbeantwortet. Die Kommission soll in den kommenden Wochen ihre Arbeit aufnehmen.

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