Bronzebüste aus Kennedypark gestohlen

Von: red/pol
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Staatenlenker mit Weitblick: So schaute der bronzene Kennedy noch bis zum Freitag über den nach ihm benannten Park. Foto: Michael Jaspers
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Bei der Einweihung am 17. September 1966 war neben Oberstadtdirektor Dr. Anton Kurze und Oberbürgermeister Hermann Heusch auch der amerikanische Generalkonsul Edmund H. Kellogg vor Ort.

Aachen. Ein neuer Fall von Metalldiebstahl an Denkmälern beschäftigt derzeit die Polizei in Aachen: Die Kennedybüste aus dem Kennedypark ist offenbar in der Nacht zum Freitag gestohlen worden.

Das bronzene Abbild des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy war auf einer Stele befestigt. Ein aufmerksamer Bürger hatte die Polizei am Freitagmorgen über das Verschwinden informiert. Die Büste war von dem 2011 gestorbenen Bildhauer Hubert Löneke geschaffen worden. Sie war am 17. September 1966 vom Aachener Oberstadtdirektor Dr. Anton Kurze, Oberbürgermeister Hermann Heusch und dem amerikanischen Generalkonsul Edmund H. Kellogg enthüllt worden. Damals war sie noch an einer Wand befestigt. 2006 kam der gegossene Kopf bei der Umgestaltung des Kennedyparks an seinen neuen Standort.

Es ist bereits die dritte Bronzefigur in der Stadt Aachen, die in den vergangenen Monaten Metalldieben zum Opfer gefallen ist. Im Dezember war die „Sitzende“ im Burtscheider Kurpark gestohlen worden, im November versuchten sich Diebe an Teufels Marktfrau am Lousberg.

In beiden Fällen wurden die Lücken wieder gefüllt. Engagierte Bürger aus der Facebook-Gruppe „Burtscheider Heimatfreunde“ sammelten nach einem gemeinsamen Spendenaufruf mit Oberbürgermeister Marcel Philipp genug Geld zur Beschaffung einer Zwillingsfigur der „Sitzenden“ ein.

Die bronzene Marktfrau blieb sogar im Original erhalten. Die Diebe hatten die Bronzeskulptur zwar abgesägt, waren aber am Abtransport gescheitert. Das legendäre Marktweib, das der Sage nach den Teufel austrickste, steht mittlerweile wieder am gewohnten Ort.

Nach der steigenden Zahl von Taten dieser Art will die Verwaltung nun überlegen, welche Maßnahmen es Dieben künftig schwerer machen könnten, Metallskulpturen zu entwenden. Dazu könne zum Beispiel zählen, von Mitarbeitern des Stadtbetriebs und des Gebäudemanagements bestehende Befestigungen überprüfen zu lassen.

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