Aachen - 2017 war in Aachen das zweitwärmste Jahr aller Zeiten

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2017 war in Aachen das zweitwärmste Jahr aller Zeiten

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Abkühlung sehr willkommen: Der Juni war der wärmste Monat 2017. Am 22. Juni stieg die Temperatur auf 34,9 Grad. Foto: Harald Krömer

Aachen. Der Klimawandel lässt grüßen: Das Jahr 2017 war in Aachen das zweitwärmste Jahr, seit es regelmäßige Wetteraufzeichnungen gibt. Nur 2014 lag die Jahrestemperatur noch höher. Und auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlte: Beim Niederschlag lag Aachen 2017 deutlich unter dem gemessenen Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990.

Die Klimaforscher vom Geographischen Institut der RWTH haben zum Jahresende wieder eine Klimabilanz vorgelegt. „Nach dem ‚durchschnittlichen Klimawandeljahr 2016‘ war 2017 wieder ein außergewöhnlich warmes Jahr“, stellt Gunnar Ketzler vom Lehr- und Forschungsgebiet Physische Geographie und Klimatologie fest.

An der Klimamessstation des Geographischen Instituts auf der Hörn wird für 2017 mit 11,3 Grad Celsius eine mittlere Jahrestemperatur erwartet, die um 1,7 Grad über dem langjährigen Mittelwert von 1901 bis 2000 liegt. Zum Vergleich: Das „mäßig warme Jahr 2016“ war nach Angaben der Wissenschaftler mit 10,7 Grad Celsius „nur“ 1,1 Grad wärmer als normal.

Der Januar mit einer Durchschnittstemperatur von 0,4 Grad und der September mit 13,8 Grad waren um 2,0 bzw. 0,6 Grad kälter als der Durchschnitt dieser Monate für die Jahre 1961 bis 1990. Wie bereits 2016 waren dagegen alle zehn anderen Monate wärmer als normal. Gleich vier Monate – Februar, März, Mai und Juni – waren sogar drei oder mehr Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Mit 20,0 Grad Celsius war der Juni der im Mittel wärmste Monat des Jahres. Am 22. Juni wurde mit 34,9 Grad auch die höchste Temperatur des Jahres gemessen.

Wie bereits 2016 gab es auch 2017 insgesamt elf „heiße Tage“, an denen die Temperatur auf 30 Grad oder höher stieg. Normal sind nach Angaben der Wissenschaftler drei bis vier „heiße Tage“ pro Jahr. Von Mai bis August gab es in Aachen jeden Monat mindestens einen solchen Tag.

Fünf Eistage mit Dauerfrost

37 Frosttage, an denen die Temperatur auf null Grad oder darunter sank, gab es 2017. Normal waren in der Vergangenheit um die 54. Auch die Zahl der Eistage mit Dauerfrost lag mit insgesamt fünf deutlich unter der früher üblichen Zahl von etwa zwölf.

Geregnet hat es auch weniger. Die Niederschlagssumme für Aachen lag mit etwa 765 Millimetern deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990. Besonders im April und im Juni 2017 war es mit 21 bzw. 40 Millimetern Niederschlag deutlich trockener als üblich. Der September dagegen war mit 98 Millimetern um 39 Millimeter feuchter als normal.

Von März bis Juli war die Sonnenscheindauer jeweils größer als normal, im Durchschnitt um 24 Prozent. Aber auch im Januar und im September schien die Sonne länger als normal. Im Januar gab es nach Angaben der Wissenschaftler in Aachen diesmal sogar 97,5 Sonnenstunden, das sind 87 Prozent mehr als die üblichen 52,2 Stunden.

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